Was ist Kaufkraft?
Was Veränderungen der Kaufkraft für deinen Geldbeutel bedeuten.
Was ist Kaufkraft?
Kaufkraft beschreibt, wie viel du dir mit deinem Geld leisten kannst. Ist die Inflation hoch, kann deine Kaufkraft sinken. Produkte und Dienstleistungen werden teurer – und wenn dein Einkommen nicht im gleichen Maß steigt, kannst du dir weniger leisten.
Kaufkraft und Inflation
Eine niedrige Inflation (Mehr über Inflation) ist besser für deinen Geldbeutel als eine hohe Inflation. Und Deflation ist noch besser: Dein Geld wird dann mehr wert, sodass du mehr kaufen kannst. In diesem Fall steigt deine Kaufkraft.
Aber leider ist Deflation auf lange Sicht meist nicht gut für die Wirtschaft. Überlege dir, was du selbst tun würdest, wenn Produkte immer günstiger werden: Du würdest Einkäufe verschieben, in der Hoffnung, dass sie später noch günstiger sind. Wenn das viele Menschen tun, kommt die Wirtschaft zum Stillstand.
Deshalb versuchen Zentralbanken, die Inflation bei etwa 2 % zu halten – weder zu hoch noch zu niedrig.
Fig 1 Wie sich die Inflation weltweit über die Jahre entwickelt hat
Inflation und Sparen
Hohe Inflation kann dazu führen, dass dein Erspartes (schneller) an Wert verliert. Das passiert, wenn die Inflation höher ist als der Zinssatz, den du von der Bank bekommst.
Stell dir vor: Du bekommst von der Bank 2 % Zinsen auf dein Erspartes in einem Jahr. Aber die Preise sind in diesem Jahr im Durchschnitt um 4 % gestiegen: Die Inflation lag bei 4 %. Die Kaufkraft deines Ersparten ist dann gesunken. Du kannst dir damit 2 % weniger kaufen.
Nicht für alle gleich
Wie stark deine Kaufkraft unter Inflation leidet, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Es kann zum Beispiel sein, dass nur bestimmte Produkte teurer werden, etwa Bananen. Wenn du viele Bananen isst, merkst du den Preisanstieg stärker als jemand, der keine Bananen mag.
Wenn du also in den Nachrichten liest: „Inflation im letzten Monat 3,3 %“, bedeutet das nicht, dass du in diesem Monat auch 3,3 % weniger Geld zur Verfügung hattest als im gleichen Monat im Vorjahr. Die Auswirkungen der Inflation auf deine Kaufkraft hängen von deiner individuellen Situation ab.
Warum Inflation Haushalte unterschiedlich stark trifft
In den Jahren 2022 und 2023 war die Inflation über mehrere Monate hinweg hoch, vor allem wegen der Energiepreise. Wer jedoch einen langfristig festgeschriebenen Energievertrag hatte, war weniger stark betroffen.
Zum Merken:
- Hohe Inflation kann deine Kaufkraft verringern.
- Ist die Inflation höher als die Zinsen auf dein Erspartes, verliert dein Geld real an Wert.
- Wie stark Inflation dich betrifft, hängt von deiner persönlichen Situation ab.
Wann sinkt deine Kaufkraft? (Mehrere Antworten möglich)
