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    Wie hoch sollte der Notgroschen sein?

    24 November, 2022 - von Nele

    5 min

    Es gibt Dinge, auf die man wirklich verzichten kann: Zum Beispiel, wenn deine Waschmaschine, die dir jahrelang treue Dienste geleistet hat, von heute auf morgen den Betrieb einstellt. Oder wenn dein Smartphone aus Versehen mit dem Bürgersteig direkten Kontakt aufgenommen hat und dein Display nur noch die „Spider-App“ anzeigt. In diesen und vielen anderen Fällen wird dein Ärger wesentlich kleiner sein, wenn du dir einen Notgroschen angelegt hast, mit dem du unvorhersehbare finanzielle Ausgaben auffangen kannst. Aber wie groß sollte der Notgroschen sein und wie baust du ihn am besten auf? Das alles erfährst du hier.

    Was ist ein Notgroschen?

    Als Notgroschen wird generell ein Geldbetrag bezeichnet, den du dir geplant und über einen längeren Zeitraum zur Seite gelegt hast. Die Summe ist ausschließlich dazu da, um finanzielle Ausgaben zu deckeln, die unvorhergesehen, also aus der Not heraus entstanden sind und die sich nicht auf die lange Bank schieben lassen. Klar, wenn dein Smartphone oder deine Waschmaschine nicht mehr funktioniert, musst du sofort handeln. Den Notgroschen solltest du daher wirklich nur in dringenden Fällen antasten und nicht etwa für den nächsten Urlaub.

    Brauche ich einen Notgroschen?

    Kurze Antwort: Ja! Grundsätzlich sollte jeder Mensch einen Notgroschen aufbauen – und zwar unabhängig von Alter und beruflicher Situation. Eine finanzielle Reserve in Form eines Notgroschens sollte sogar eine wichtige Säule in deiner Finanzplanung sein. Das gilt insbesondere für alle, die das 30. Lebensjahr vollendet haben, denn ab diesem Alter steigert sich in aller Regel auch das gesamte finanzielle Level, auf dem man lebt. Dadurch lassen sich wichtige Reparaturen und „kleine“ Missgeschicke oft nicht mal so eben aus der Hosentasche erledigen. Wer sich im Vorfeld ein finanzielles Polster angelegt hat, das zur individuellen Lebenssituation passt, kann sich entspannt zurücklehnen und ist nicht gezwungen, die Altersvorsorge anzutasten oder einen Kredit aufzunehmen.      

    Übrigens: Ein Notgroschen ist natürlich nicht nur bei materiellen Schadensfällen eine große Hilfe. Auch bei plötzlicher Arbeitslosigkeit oder einer medizinischen Behandlung, die nicht von der Kasse übernommen wird, ist der Notgroschen ein echter Segen.

    Wie groß sollte der Notgroschen sein?

    Grundsätzlich gilt: Je mehr du im Sparstrumpf hast, desto besser. Schließlich weiß man nur selten vorher, was im Notfall auf einen zukommt. Da natürlich nicht dein komplettes Geld in den Notgroschen wandern kann, sollten sich deine Rücklagen sinnvoll an deinen Einkünften orientieren. Bei Singlehaushalten empfehlen Experten eine Summe, die mindestens 3 – oder besser noch 6 Monatsgehältern netto – entspricht. Lebensgemeinschaften, die aus zwei voll berufstätigen Personen bestehen, sollten etwa 3 Monatsgehälter auf die Seite legen. Grundsätzlich solltest du immer einen Notgroschen aufbauen, der an deine Lebenssituation angepasst ist. Überlege vorher, welche Dinge jederzeit unvorhersehbare Kosten verursachen können und überschlage die ungefähren Kosten, die dann auf dich zukommen, damit du im Ernstfall schnell reagieren kannst. Das kann man zum Beispiel bei einem neuen Smartphone, das du anschaffen musst, schon im Vorfeld ganz gut kalkulieren. Ein guter Wert dafür, wie hoch der Notgroschen sein sollte, kann genauso auch ein fester Betrag sein. Hier setzen viele Banken meist Summen im Bereich von 10.000 € an.

    Wie kann ich den Notgroschen ansparen?

    Ein Konto, auf dem der Notgroschen liegt, ist im Grunde ein normales Sparkonto, nur mit einem kleinen Unterschied: Du solltest darauf achten, dass es immer gut gefüllt ist. Setze dir deshalb ein klares Sparziel und fülle den Notgroschen nach Möglichkeit so schnell wie möglich auf, sobald du die Reserve antasten musstest. Hier ein paar Tipps dazu: 

    • Rechne vorher aus, wie viel Geld du im Monat für Fixkosten, Freizeitaktivitäten und eventuelle weitere Sparpläne wie deine Altersvorsorge benötigst. Daraufhin kannst du auch eine verzichtbare Sparrate für den Notgroschen festlegen, die du monatlich über einen Dauerauftrag auf ein Extra-Konto überweist. Unser Tipp: Setze den Betrag lieber etwas niedriger an, damit du dir hinterher nicht doch etwas vom Notgroschen für den Alltag zurückholen musst. Du willst mehr über das Thema „Budgetplanung“ wissen? Hier geht’s zum Artikel!
    • Bonuszahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, eine kleine Erbschaft oder eine Steuerrückzahlung eignen sich perfekt dafür, direkt in den Notgroschen zu wandern. Da diese Zahlungen normalerweise nicht in Sparplänen berücksichtigt werden, sind sie „verzichtbar“ und könnten dir irgendwann als Notgroschen eine große Hilfe sein.
    • Eine gute Oldschool-Lösung: Schnapp dir eine Blechdose oder ein Sparschwein und lege regelmäßig Münzen oder 5-Euroscheine aus deiner Geldbörse hinein. Du wirst überrascht sein, wie schnell man auf diese Weise einen Notgroschen aufbauen kann. Das gesammelte Geld kannst du bei einigen Banken bequem mit einem speziellen Safebag auf das Konto einzahlen. 

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