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Wir stellen vor: Fujitsu

12 April, 2021 - von Nele

5 min

In dieser Rubrik stellen wir immer eine Aktie vor, in die du über einen der Indexfonds bei Peaks investierst. Diesmal: die Fujitsu-Aktie. 

Die Fujitsu-Aktie gehört bei Peaks zum pazifischen Aktien-Indexfonds UBS ETF (LU) MSCI Pacific Socially Responsible UCITS ETF (USD) A-dis. Was für eine lange, komplizierte Bezeichnung, oder? Hier erklären wir, wofür all diese Abkürzungen stehen.

Schwarzer Gürtel im Fujitsu?

Nein, Fujitsu ist keine japanische Kampfsportart und genauso wenig eine Modemarke oder ein Gericht, sondern eines der ältesten ICT-Unternehmen der Welt. Fujitsu  wurde 1935 in Kawasaki gegründet und hat wesentlich zur Innovation der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) beigetragen. Allzu viel hört man von dem japanischen Unternehmen nicht, da es an der japanischen Börse Nikkei gelistet ist und seine Produkte kaum für Schlagzeilen sorgen. 

Fujitsu ist in Europa vor allem aufgrund seiner Zusammenarbeit mit dem deutschen Technologiekonzern Siemens bekannt. Das Unternehmen in seiner heutigen Form entstand aus einer Fusion der Fuji Electric Company und einem Joint Venture der Furukawa Electric Company und Siemens. Weltweit beschäftigt Fujitsu rund 130.000 MitarbeiterInnen und ist in über 180 Ländern und Regionen tätig. Der deutsche Sitz des Unternehmens befindet sich in München.

Weltweite Niederlassungen

Die Firmengeschichte von Fujitsu begann vor fast hundert Jahren in Japan. Das Unternehmen erkannte jedoch schnell, dass auch Europa und die USA attraktive Märkte bieten. Technologische Entwicklungen schritten schnell voran und Fujitsu wollte sich diese Chance auf keinen Fall entgehen lassen. Übernahmen und Fusionen sind der übliche Weg, um bei den Entwicklungen kräftig mitzumischen. Fujitsu ging früh eine Zusammenarbeit mit Siemens ein und fand auf diese Weise schnell seinen Weg nach Europa. In den USA lief es für das Unternehmen zunächst jedoch etwas anders. Die Amerikaner fürchteten um ihre nationale Sicherheit und dass technologisches Wissen und Geschäftsgeheimnisse gestohlen werden könnten. Erst 1967 eröffnete Fujitsu seine erste eigene Niederlassung im Ausland: In New York! Anfang der neunziger Jahre kam der große Durchbruch für das Unternehmen mit der Lancierung eines 21-Zoll-Plasmabildschirms. Kurz darauf eröffnete Fujitsu auch eine Niederlassung im Silicon Valley, denn mit der neuen Internet-Welle eröffneten sich unzählige neue Geschäftsmöglichkeiten für das Unternehmen.

Florierende Geschäfte dank Corona

Japanische Unternehmen haben eine strenge Hierarchie, das gilt auch für Fujitsu. Die Managementstruktur des Unternehmens ist lang und kompliziert, und an der Spitze steht nur eine Person: der CEO Takahito Tokita. Unter seiner inspirierenden Führung hat das Unternehmen im vergangenen Jahr umgerechnet 35,5 Milliarden Dollar eingenommen. Das ist weniger als in den Vorjahren, aber in Anbetracht der Umstände (Lockdowns und Pandemie-Panik) ein hervorragendes Resultat, so Analysten.

Der Corona-Effekt hat eindeutig zum Umsatz von Fujitsu beigetragen. Über die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen in Japan, gefolgt von Europa, Amerika und anderen Teilen der Welt.

Fujitsu lässt sich in drei Bereiche unterteilen. Device Solutions produziert Computerkomponenten wie Leiterplatten und Batterien und trägt fast 8 % zum Umsatz bei. Miete und Gehälter werden größtenteils aus den Einnahmen der Technology Solution bezahlt (81 %). Dieser Unternehmensbereich besteht aus zwei Teilen: Hardware (wie Server, Datenspeicher und mobile Netzwerke) und Dienstleistungen (einschließlich Beratung, Systemintegrationsberatung und Cloud-Dienste). Der Rest wird vom Bereich Ubiquitous Solutions erwirtschaftet, der für die Produktion und den Verkauf von Laptops, Desktops, Tablets und Mobiltelefonen verantwortlich ist. Im vergangenen Jahr hat sich dieser Unternehmensbereich als Folge der Telearbeit stark vergrößert.

Die Widerstandsfähigkeit von Fujitsu

Nach der Fukushima-Katastrophe sah sich Japan mit Energieengpässen konfrontiert. Erneuerbare Energien rückten schnell in den Vordergrund. Vor knapp zehn Jahren investierte die japanische Regierung Milliarden in Solar- und Windenergie. Fujitsu betreibt sein größtes Bürogebäude in Kawasaki komplett mit grüner Energie. Das Unternehmensziel von Fujitsu ist eine emissionsfreie Produktion innerhalb von 30 Jahren.

Die Nuklearkatastrophe hat die Widerstandsfähigkeit Japans deutlich gezeigt. Diese widerspiegelt sich auch in Fujitsu. Ende der 1990er Jahre stieg der Aktienkurs von Fujitsu im Zuge des Internet-Hypes stark an. Doch zur Jahrhundertwende platzte diese Blase und mit ihr der Aktienkurs des japanischen ICT-Riesen. Seitdem ist der Aktienkurs jedoch trotz der weltweiten Krise stets bis auf das heutige Niveau weiter gestiegen. Die Marktkapitalisierung von Fujitsu beträgt rund 27 Milliarden Euro. Von diesem Geld könnten sich etwa 18 Millionen Menschen einen neuen Laptop kaufen. 

So viel von deinem Geld geht an Fujitsu

Wenn du 100 € bei Peaks anlegst, hängt es von dem von dir gewählten Portfolio ab, wie viel von deinen 100 € in Fujitsu investiert wird. Wenn du „Mild“ investierst, sind es abgerundet 0,08 €, bei „Würzig“ 0,13 €, bei „Scharf“ 0,17 € und bei „Feurig“ 0,23 €.

Das nächste Mal stellen wir dir wieder eine Aktie vor. Hast du noch Fragen oder Anmerkungen? Schreib uns einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag!

Wichtig zu wissen: Indexfonds sind wie Körbe mit Aktien oder Anleihen, mit denen versucht wird, die Zusammensetzung und Rendite eines Börsenindexes bestmöglich zu kopieren. Die Zusammensetzung eines Index und damit auch eines Indexfonds wird nicht für immer festgelegt. Einmal im Halbjahr wird der Index vom Entwickler des Indexfonds neu bestimmt (bei Peaks sind dies UBS, DAM und Blackrock). Um in den Index aufgenommen zu werden, müssen die Unternehmen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Sind diese immer noch nachhaltig genug? Wird das Unternehmen übernommen? Oder ist es in Schwierigkeiten? Anhand solcher Fragen wird der Index neu bestimmt. Daher kann es vorkommen, dass die Aktie eines Unternehmens zunächst in einen der Peaks-Indexfonds aufgenommen, später aber wieder aus diesem herausgenommen wird. Peaks selbst hat keinen direkten Einfluss auf die Zusammensetzung der Indexfonds.

Wichtig: Dieser Artikel ist nicht als Anlageberatung gedacht, sondern soll über Unternehmen informieren, die zu den Indexfonds gehören und in die du über Peaks investierst.

 

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