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Wir stellen vor: Die Unilever-Aktie

03 Februar, 2020 - von Dasha

5 min

In dieser Rubrik stellen wir immer eine Aktie, in die du über einen der Indexfonds bei Peaks investierst. Diesmal: die Unilever-Aktie.

Egal, ob du deinen Küchenboden mit Allzweckreiniger wischst oder deine Haare mit Shampoo wäschst – es besteht die Möglichkeit, dass du hierfür ein Unilever-Produkt verwendest. Dieser Lebensmittelriese mit niederländischen und englischen Wurzeln produziert nämlich viele Dinge, die man im Supermarkt kaufen kann.

Mit Margarine fing alles an

Die Geschichte des Lebensmittelherstellers Unilever begann 1870 in Oss, wo die erste Margarinefabrik der Welt gegründet wurde: die Steam Butter Factory. In den folgenden fünfzig Jahren expandierte das Unternehmen nach Deutschland und schnupperte am amerikanischen Markt. 1927 kam es zu einem Zusammenprall zwischen vier großen niederländischen Margarine-Herstellern, sodass sie beschlossen, gemeinsam die Margarine Union zu gründen.

Unilever entstand schließlich 1929 nach einer Fusion mit dem britischen Seifenhersteller Lever Brothers. Beide Unternehmen stellten ähnliche Produkte her und benötigten die gleichen Rohstoffe. Die Unternehmen wollten Kosten senken und sich anderen Wettbewerbern wie Procter & Gamble stellen, indem sie sich als Unilever zusammenschlossen.

Nennenswerter Umsatz

Unilever konzentrierte sich auf den britischen und amerikanischen Markt. Diese Märkte machten jahrelang den Löwenanteil des Umsatzes von Unilever aus. Heutzutage sieht das Unternehmen eine Verschiebung der Nachfrage nach Indien und China, die zusammen 50 % des Gesamtumsatzes von fast 51 Milliarden Euro ausmachen. Anfang des Jahres 2019 hat das Research-Unternehmen Kantar die weltweit am häufigsten gekauften Marken kartiert. Unilever gehört dabei mit Dove zu den Top Ten. Toilettenartikel machen dabei 30 % des Umsatzes aus. Lebensmittel wie Lipton-Tee und Magnum-Eis machen sogar 50 %.

Du findest die Unilever-Aktie bei Peaks im europäischen Aktienindexfonds UBS ETF MSCI iShares MSCI Europe SRI UCITS ETF EUR (Acc). Genau, ein ganz schön langer und komplizierter Name. Hier erklären wir, wofür all diese Abkürzungen stehen.

Wer gehört alles dazu?

Unilever musste sich schon immer mit Trends und Kundenwünschen auseinandersetzen. Marken wie Omo, Dove, Unox, Iglo und Becel wurden in den 1950er und 1960er Jahren eingeführt. Dann folgten Übernahmen von u. a. Lipton, Andrélon, Zwitsal, Sanex und Ben & Jerry. Unilever hat jedoch auch viele Marken wieder verkauft.

Während das Tiefkühlprodukt um 1950 die Erfindung des Jahrhunderts war, wurden Iglo und Mora zu Beginn dieses Jahrhunderts verkauft. Auch die Margarine-Branche, mit der alles begann, fand 2017 nach fast hundert Jahren einen neuen Eigentümer für 7 Milliarden Euro. Zur gleichen Zeit lehnte Unilever ein Angebot des amerikanischen Konkurrenten und Ketchup-Königs Heinz ab. 

Grün aus einer Packung

Im jährlichen Ranking der 100 nachhaltigsten Unternehmen der Welt, zusammengestellt von Corporate Knights, belegte Unilever im letzten Jahr den 65. Platz. Nachhaltigkeit schadet Unilever nicht: Das hat mit dem bewussten Verbraucher zu tun, auf den das Unternehmen abzielt. 2010 hat Unilever eigene Nachhaltigkeitsziele festgelegt. Der sogenannte Carbon Footprint (Treibhausgasbilanz) muss bis 2030 halbiert werden. Zusätzlich will Unilever dieses Jahr 100 % aller landwirtschaftlichen Rohstoffe aus nachhaltiger Landwirtschaft beziehen.

Geschenkpaket von Unilever

Unilever ist an der britischen und der niederländischen Börse notiert. In den letzten Jahren gab es einige Börseneinbrüche, die auch Unilever trafen. Am 30. März 2009 erzielte die Aktie kaum 19 Euro. Am 2. Oktober 2000 fiel der Kurs sogar unter 14 Euro. Unilever vertreibt fast nur A-Marken-Konsumgüter, die in schwierigen Zeiten nicht sehr beliebt sind, dazu gehören auch Kosmetikartikel. Da Menschen während Wirtschaftskrisen dazu neigen, auf teure Produkte zu verzichten, kann ein Börsencrash die Unilevers-Aktie stark treffen. Die Höhe des Kurses von Unilever lag im November 2019 jedoch bei stolzen 52,5 Euro. Im Jahr 2018 hatte der multinationale Börsenkonzern einen Wert von fast 122 Milliarden Euro. Mit diesem Geld könntest du der gesamten Weltbevölkerung (7,7 Milliarden Einwohner) ein Geschenkpaket geben, das folgende Unilever-Produkte enthält: eine vegetarische Unox-Wurst, einen Topf Calvé-Erdnussbutter, ein Deo von Axe oder Dove und eine große Schüssel Ben-&-Jerry’s-Eis.

Ein Stück des europäischen Indexfonds

Im europäischen Indexfonds, in den du bei Peaks investierst, befinden sich derzeit (Stand 29. November 2019) insgesamt 116 Aktien, von denen Unilever eine ist. Die zehn größten Aktien des Fonds sind Roche, ASML, SAP, Allianz, Siemens, Novo Nordisk, L’Oréal, Adidas, Schneider Electric und Unilever. Diese zehn Aktien sind die schwersten im Index. Unilever belegt dort derzeit den 7. Platz und ist 3,82 % schwer.

Mit dem europäischen Indexfonds investierst du in Unternehmen aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, der Schweiz, Dänemark, den Niederlanden, Spanien, Schweden, Italien, Norwegen und einige andere Länder. Im Fonds sind zehn Sektoren vertreten: von Finanzdienstleistungen und Informationstechnologie bis zu Gesundheitswesen und Energie. Die Unilever-Aktie ist Teil des essenziellen Lebensmittelsektors. Für viele Menschen sind Butter, Seife und Tee Produkte, die sie täglich verwenden.

So viel von deinem Geld geht an Unilever

Wenn du 100 € in Peaks investierst, hängt es von deinem gewählten Portfolio ab, wie viel von diesen 100 Euro in die Unilever-Aktie fließen. Wenn du mit dem Portfolio Mild investierst, sind dies gerundet 0,30 €, bei Portfolio Würzig sind es 0,40 €, bei Portfolio Scharf 0,60 € und 0,80 € bei Portfolio Feurig.

Nächstes Mal werden wir eine weitere Aktie genauer vorstellen! Hast du einen besonderen Wunsch? Lass es uns gerne in einem Kommentar unter diesem Artikel wissen.

 

Das solltest du noch wissen: Indexfonds sind quasi Sammelkörbe, bestehend aus Aktien oder Anleihen, die versuchen, die Zusammensetzung und Rendite eines Börsenindex so gut wie möglich nachzuahmen. Die Zusammensetzung eines Index und damit auch eines Indexfonds ist nicht immer festgelegt. Der Index wird alle sechs Monate vom Entwickler des Indexfonds neu festgelegt (bei Peaks sind dies UBS, DAM und Blackrock). Unternehmen müssen bestimmte Anforderungen erfüllen, um in den Index aufgenommen zu werden. Sind sie nachhaltig genug? Wird das Unternehmen bald übernommen? Oder ist es bankrott gegangen? Der Index wird basierend auf diesen und noch weiteren Fragetypen neu bestimmt. Infolgedessen kann es vorkommen, dass sich ein Unternehmen oder eine Aktie zunächst in einem der Peaks-Indexfonds befindet, später jedoch entfernt wird. Peaks hat keinen Einfluss auf die Zusammensetzung des Indexfonds.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Dieser Artikel ist nicht als Anlageberatung gedacht, sondern soll weitere Informationen zu den Unternehmen liefern, die zu den Indexfonds gehören, in die du bei Peaks investierst.

 

Sei dir bewusst, dass Investieren Risiken birgt und du deine Investments (zum Teil) verlieren kannst. 

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Ãœber Dasha, den/die Autor/in

Dasha (26) beeindruckt andere nicht nur mit ihrem Gesang und ihrer Kreativität, sondern viel mehr mit ihrem Geschick, umständliche (Investment-)Themen für jeden verständlich zu machen. Das beweist sie euch immer wieder hier im Blog!

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