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Wir stellen vor: Die SAP-Aktie

16 September, 2020 - von Nele

6 min

In dieser Rubrik stellen wir immer eine Aktie vor, in die du über einen der Indexfonds bei Peaks investierst. Diesmal: die SAP-Aktie.

Start-up aus den 1970ern

1972 war ein Jahr voller technologischer Meisterleistungen: die erste Konsole, die „Magnavox Odyssey“, kam heraus und Atari brachte das legendäre Spiel „Pong“ auf den Markt. Im selben Jahr gründeten fünf ehemalige IBM-Ingenieure das deutsche Softwareunternehmen Systemanalyse Programmentwicklung (SAP), das bis heute seinen Hauptsitz in Walldorf hat. Nach der Betriebsgründung wandte sich ein Kunde von IBM an SAP und wünschte eine Softwarelösung zur Automatisierung sämtlicher Geschäftsprozesse.

SAP konnte ihm damals keine passende Lösung anbieten. Die Anfrage war jedoch der definitive Startschuss für die fünf SAP-Gründer, die dem Kunden ihres ehemaligen Arbeitgebers unbedingt eine eigene Lösung anbieten wollten. Die Software-Pioniere machten sich umgehend ans Werk, manche von Ihnen anfangs sogar ohne eigenen Computer.

Von Knoll bis Porsche

In den 1980er Jahren verzeichnete SAP mit deutschen Großkunden wie Knoll, ICI, Burda, Linde und Schott ein erhebliches Wachstum. Nach diesen erfolgreichen Jahren wurde das Unternehmen 1988 in den Deutschen Aktienindex (DAX) aufgenommen. Seither hat sich SAP zum größten Softwareunternehmen Europas entwickelt und zahlreiche kleinere, aufstrebende Softwareunternehmen übernommen. Der europäische Softwareriese mit deutschen Wurzeln hat viele namhafte Kunden, wie etwa den Versicherungskonzern AIG, den Energiekonzern Eneco und das Raumfahrtunternehmen Aerospace. Weiter arbeitet SAP gemeinsam mit Honeywell an Anwendungen für nachhaltige Gebäude und analysiert das Unternehmen Daten des Rennwagenherstellers Porsche.

Die SAP-Aktie gehört bei Peaks zum europäischen Aktienindexfonds iShares MSCI Europe SRI UCITS ETF EUR (Acc). (Was für eine lange, komplizierte Bezeichnung ... Hier erklären wir, wofür all diese Abkürzungen stehen.)

Was ist SAP?

SAP-Software hat den Standard für ERP-Software (Enterprise-Resource-Planning) festgelegt. Diese Software ist in kleine Programme unterteilt und bietet Unternehmen Unterstützung für die gesamten Geschäftsprozesse, indem sie effiziente und reibungslose Arbeitsabläufe ermöglicht.

Neben Software für die Steuerung von Geschäftsprozessen bietet SAP auch Cloud-Dienste sowie zahlreiche Dienstleistungen zur Produktunterstützung. Doch wie kann man das Tätigkeitsgebiet von SAP am besten verstehen? Ein Film wie „Moneyball“ zeigt gemäß SAP die Möglichkeiten von Datenanalysen sehr gut auf. In diesem Baseballfilm nutzt der Schauspieler Brad Pitt eine Computeranalyse, um das perfekte Baseballteam für die World Series zusammenzustellen.

Krisensicher

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten werden IT-Budgets oft als erste gekürzt. Auch bei SAP haben Kunden Projekte storniert. Die Corona-Krise hat dem Softwareunternehmen jedoch auch neue Möglichkeiten geboten. So entwickelte SAP gemeinsam mit der Deutschen Telekom die Corona-Warn-App für Deutschland.

Im vergangenen Jahr setzte SAP 27,6 Milliarden Euro um, 12 % mehr als 2018. In den ersten beiden Quartalen von 2020 waren die Betriebszahlen des europäischen Softwareriesen sogar so gut, dass das Umsatzziel für 2020 bereits erreicht wurde. Man kann also durchaus sagen, dass es SAP in dieser Krise sehr gut geht.

SAP liegt auf Kurs

Der deutsche Aktienindex (DAX) wird vor allem von Automobilherstellern, Banken und Unternehmen aus dem Industriesektor geprägt. SAP ist eines der wenigen Technologieunternehmen, das im DAX vertreten ist. Wenn wir uns den Aktienkurs der SAP-Aktie ansehen, fallen kleine Auf- und Abwärtsbewegungen sowie Höchst- und Tiefststände ins Auge. Die auffälligsten Rückgänge sind im September 2008 (Beginn der Kreditkrise) und im März 2020 (Beginn der Corona-Krise) sichtbar. Damals wurde der Kurs der SAP-Aktie im Niedergang der Börsen mitgezogen.

Aber wie bereits erwähnt, konnte sich SAP die digitalen Entwicklungen, die mit den Lockdowns einhergingen, zu Nutzen machen. Aus diesem Grund lag das Unternehmen schnell wieder auf Kurs. Die SAP-Aktie stieg von 50 Cent 1988 auf einen Wert von 136 Euro im September 2020. Der Börsenwert von SAP betrug Mitte August 2020 167 Milliarden Euro. Auf die gesamte Weltbevölkerung verteilt ergäbe dieser Betrag 20 Euro pro Person.

Software für mehr Nachhaltigkeit

Kurz vor dem Sommer setzte SAP Niederlande sich stark für nachhaltige Initiativen während der Corona-Krise ein. Gemäß SAP können durch den Einsatz von SAP-Software Nachhaltigkeitskonzepte in Unternehmen und anderen Organisationen schneller und besser in konkrete Aktionen umgesetzt werden, was wiederum Menschen überall auf der Welt zugutekommt.

Gemeinsam mit eXXpedition, einer gemeinnützigen Organisation, die sich für sauberere Ozeane einsetzt, arbeitet SAP an vielen nachhaltigen Projekten, die alle auf Shift.how untergebracht sind. Auf dieser Plattform werden eine Vielzahl intelligenter Daten- und Softwarelösungen von SAP für Unternehmen, Netzwerke und Einzelpersonen angeboten, die für plastikfreie Ozeane eingesetzt werden.

Ein Teil des europäischen Indexfonds

Der Europäische Indexfonds, in den du mit Peaks investierst, enthält zurzeit (Montag, 24. August 2020) insgesamt 112 Aktien. Die SAP-Aktie gehört zusammen mit den Aktien von Roche, ASML, Allianz, Siemens, Novo Nordisk, L'Oréal, Adidas, Schneider Electric und Unilever zu den zehn am schwersten gewichteten Aktien dieses Indexes und belegt dort derzeit den ersten Platz. Die SAP-Aktie macht 5,2 % des Gesamtwertes dieses Indexes aus.

Mit dem Europäischen Indexfonds investierst du in Unternehmen aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, der Schweiz, Dänemark, den Niederlanden, Spanien, Schweden, Italien, Norwegen und einigen anderen Ländern. Der Fonds umfasst zehn Sektoren: von Finanzdienstleistungen und Informationstechnologie bis hin zu Unternehmen aus der Gesundheits- und Energiebranche. Die SAP-Aktie ist Teil des Informationstechnologiesektors. Der Softwareriese hat während der Corona-Krise gute Geschäfte gemacht. Genauso wie andere digitale Unternehmen konnte SAP auf die technologischen Veränderungen, die fürs Homeoffice oder Online-Einkäufe erforderlich sind, einspielen.

So viel von deinem Geld geht an SAP

Wenn du 100 € bei Peaks anlegst, hängt es von dem von dir gewählten Portfolio ab, wie viel von deinen 100 € in SAP investiert wird. Wenn du „Mild“ investierst, sind es abgerundet 0,36 €, bei „Würzig“ 0,57 €, bei „Scharf“ 0,83 € und bei „Feurig“ 1,40 €.

Das nächste Mal stellen wir dir wieder eine Aktie vor. Hast du Fragen oder Anmerkungen? Hinterlasse uns einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag!

 

Wichtig zu wissen: Indexfonds sind wie Körbe mit Aktien oder Anleihen, mit denen versucht wird, die Zusammensetzung und Rendite eines Börsenindexes bestmöglich zu kopieren. Die Zusammensetzung eines Index und damit auch eines Indexfonds wird nicht für immer festgelegt. Einmal im Halbjahr wird der Index vom Entwickler des Indexfonds neu bestimmt (bei Peaks sind dies UBS, DAM und Blackrock). Um in den Index aufgenommen zu werden, müssen die Unternehmen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Sind diese immer noch nachhaltig genug? Wird das Unternehmen übernommen? Oder ist es in Schwierigkeiten? Anhand solcher Fragen wird der Index neu bestimmt. Daher kann es vorkommen, dass die Aktie eines Unternehmens zunächst in einen der Peaks-Indexfonds aufgenommen, später aber wieder aus diesem herausgenommen wird. Peaks hat keinen direkten Einfluss auf die Zusammensetzung der Indexfonds selbst.

Wichtig: Dieser Artikel ist nicht als Anlageberatung gedacht, sondern soll über Unternehmen informieren, die zu den Indexfonds gehören und in die du über Peaks investierst.

 

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