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Wir stellen vor: Die Honda-Aktie

19 Oktober, 2020 - von Nele

7 min

In dieser Rubrik stellen wir immer eine Aktie vor, in die du über einen der Indexfonds von Peaks investierst. Dieses Mal: die Honda-Aktie.

Wenn du an Sojabohnen, Rasenmäher und Flugzeuge denkst, denkst du bestimmt nicht zuerst an den japanischen Autohersteller Honda Motor Co. Das Unternehmen, das Mitte des letzten Jahrhunderts von Soichiro Honda gegründet wurde, hat sich seitdem zu Japans zweitgrößtem Automobilhersteller und dem achtgrößten der Welt entwickelt. Aber alles begann mit einem Fahrrad.

Vom Reifenpatch zum Autohersteller

Soichiro, geboren 1906, wurde wie sein Vater zunächst Fahrradreparateur. Aber Jahre später baute er aufgrund seiner Besessenheit mit Maschinen Motoren in Fahrräder ein und erweiterte seine Aktivitäten. 1937 gründete er Tōkai Seiki und lieferte unter anderem Autoteile an Toyota. Die amerikanische Bombardierung der Fabriken in Japan stoppte jedoch die Produktion und den Geldfluss, sodass Soichiro die Reste der Fabrik an Toyota verkaufen musste. 

Mit dem Erlös gründete Soichiro 1946 das Honda Technical Research Institute. Zwei Jahre später rollte das erste motorisierte Fahrrad vom Fließband. Ab den 1950ern trat Honda in den europäischen und später in den amerikanischen Markt ein und ist seitdem nicht mehr aufzuhalten.

Sojabohnen und Roboter

Honda stellt nicht nur Autos und Motorräder her, sondern auch schwere Gartengeräte, Flugzeuge, U-Boote, Stromerzeuger und natürlich nicht zu vergessen, den niedlichen Roboter ASIMO. Das Unternehmen investiert auch stark in künstliche Intelligenz. Aber was hat das mit Sojabohnen auf sich? Honda verschiffte in den 1980er-Jahren Container mit Autoteilen in die USA, und diese Container wurden immer leer zurückgegeben. Das musste effizienter gelöst werden. Im gleichen Zeitraum entstand eine große Nachfrage nach Sojabohnen als Fleischersatz in Japan. Daraufhin pflanzte das Unternehmen mithilfe amerikanischer Landwirte in Ohio Sojabohnen an, um sie mit den leeren Containern nach Japan zu bringen und dort zu verkaufen. 

Honda und die F1

Seit 2006 ist Honda auch mit HondaJet aktiv. Dabei handelt es sich um Privatjets aus den USA für eine etwas reichere Zielgruppe. Alle diese Aktivitäten sind seit 1972 Teil des Handelszweigs Honda Trading Company. 1964 entwickelte Honda für den Großen Preis von Deutschland ein eigenes F1-Auto. Heute ist das japanische multinationale Unternehmen der Motorenlieferant für das Red Bull Racing Team. Im vergangenen Jahr erreichte Max Verstappen mit einem Auto mit Honda-Motor den dritten Platz bei der F1.

Autos und Kredite

Wie genau verdient Honda Geld? Sicher nicht mit Sojabohnen und Rasenmähern? Nein, aber du wirst überrascht sein, wie ein großer Teil des Umsatzes (insgesamt 143,1 Milliarden US-Dollar) erzielt wird. Der Löwenanteil stammt aus dem Verkauf von Autos, aber danach macht das Unternehmen mehr als 21 Milliarden US-Dollar in einem anderen Bereich: Diese Abteilung umfasst Leasingverträge und Darlehen, die Honda für den Kauf eines Autos mit den Kunden abschließt. Die zusätzlichen Zinsen, die Kunden für das Darlehen zahlen, bringen viel. Die Motorradabteilung bringt fast 20 Milliarden US-Dollar ein, und Honda erzielt mit Rasenmähern und Privatjets mehr als 3 Milliarden US-Dollar.

Nachhaltige Elektromotoren

Honda produziert und verkauft weltweit Autos, Motorräder und Stromversorgungsprodukte. Das Unternehmen behauptet, weltweit führend in der Antriebs- und Elektromotorentechnologie zu sein und produziert jährlich rund 25 Millionen dieser Motortypen. In Europa leistet das Unternehmen ebenfalls einen nachhaltigen Beitrag und strebt an, dass bis 2022 100 % der verkauften Autos mit Elektromotoren laufen. Der europäische Zweig des multinationalen Unternehmens arbeitet mit dem italienischen Unternehmen SNAM an Lösungen für das Recycling von Altbatterien aus Hybrid- und Elektrofahrzeugen in Europa.

Honda Civics für alle

Honda ist an der japanischen Börse Nikkei notiert. Das Unternehmen hat ein gebrochenes Geschäftsjahr. Das bedeutet, das erste Quartal und das Geschäftsjahr beginnen immer am 1. April. Die Aktie erreichte 2006 ihren Höhepunkt. Die Finanzkrise von 2008 brachte die Autoindustrie jedoch vollständig zum Erliegen. Während in den USA General Motors und Ford eine staatliche Infusion durchlaufen mussten, halbierte sich Hondas Kurs. Ab diesem Zeitpunkt erholte sich die Aktie in den folgenden Jahren langsam. Aber die Autoindustrie bleibt anfällig.

Als das Coronavirus Anfang dieses Jahres ausbrach, wurden Fabriken in China geschlossen und die Lieferung der Teile verzögert, was die Produktion zum Stillstand brachte. Der Kurs der Honda-Aktie ist derzeit genauso niedrig wie vor mehr als zehn Jahren. An der Börse ist der japanische Autoboss fast 38 Milliarden US-Dollar wert. Mit dem Geld könnten sich mehr als 11 Millionen Menschen einen schönen gebrauchten Honda Civic aus dem Jahr 2006 kaufen.

Die Honda-Aktie befindet sich bei Peaks im Aktienindexfonds UBS ETF (LU) MSCI Pacific Socially Responsible UCITS ETF (USD) A-dis. Komplizierter, langer Name, oder? Hier erklären wir, wofür all diese Abkürzungen stehen.

Ein Stück des Pacific Index Fund

Der Pacific Index Fund, in den du derzeit bei Peaks investierst, enthält insgesamt 109 Aktien (Stand 19.10.2020), von denen Honda eine ist. Die Honda-Aktie stellt derzeit 2.77 % des Indexfonds dar. Zusammen mit Nintendo, Sony, Hong Kong Exchange, Daikin Industries, Daiichi Sankyo Com, Tokyo Electron, Kddi Corp, NTT Docomo, Murata MFG Co zählt die Honda-Aktie zu den zehn größten Aktienpositionen dieses Indexfonds.

Mit dem Pacific Index Fund investierst du in Unternehmen aus Australien, Neuseeland, Hongkong, Japan und Singapur. Im Fonds sind zehn Sektoren vertreten: von Finanzdienstleistungen und Informationstechnologie bis hin zu Gesundheitswesen und Energie.

Die Honda-Aktie ist Teil des Konsumgütersektors. Dabei handelt es sich um Waren, die nicht als essenziell angesehen werden und die Verbraucher nur kaufen, wenn sie das Geld dafür haben. Dazu gehören Autos, langlebige Güter, Kleidung und Unterhaltung. Die Nachfrage danach steigt, wenn es der Wirtschaft gut geht. Wenn Dinge nicht so gut laufen, sparen die meisten Menschen zuerst bei dieser Art von Waren. Sie sind für Verbraucher nicht unbedingt erforderlich. Deshalb musste Honda auch während der Corona-Krise kleinere Verkaufszahlen einstecken. 

So viel von deinem Geld geht an Honda

Wenn du 100 € bei Peaks investierst, hängt es von deinem gewählten Portfolio ab, wie viel von diesen 100 € in die Honda-Aktie fließt. Wenn du in das Portfolio Mild investierst, sind es ca. 0,13 €, bei Würzig 0,19 €, bei Scharf 0,25 € und bei Feurig 0,35 €.

Auch in Zukunft werden wir weitere Unternehmen vorstellen, in die du mit Peaks investierst. Hast du einen Wunsch? Lass es uns in den Kommentaren unter diesem Artikel wissen.

Wichtig zu wissen: Indexfonds sind Körbe bestehend aus Aktien oder Anleihen, die versuchen, die Zusammensetzung und Rendite eines Börsenindexes bestmöglich zu kopieren. Die Zusammensetzung eines Index und damit auch eines Indexfonds wird nicht für immer festgelegt. Einmal im Halbjahr wird der Index vom Entwickler des Indexfonds neu bestimmt (bei Peaks sind dies UBS, DAM und Blackrock). Um in den Index aufgenommen zu werden, müssen die Unternehmen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Sind sie noch nachhaltig genug? Wird das Unternehmen übernommen? Oder hat es finanzielle Schwierigkeiten? Anhand solcher Fragen wird der Index neu bestimmt. Daher kann es vorkommen, dass die Aktie eines Unternehmens zunächst in einen der Peaks-Indexfonds aufgenommen, später aber wieder aus diesem herausgenommen wird. Peaks hat keinen direkten Einfluss auf die Zusammensetzung der Indexfonds.

Wichtig: Dieser Artikel ist nicht als Anlageberatung gedacht, sondern soll über Unternehmen informieren, die zu den Indexfonds gehören und in die du über Peaks investierst.

 

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