Die Adidas-Aktie – Peaks

Wir stellen vor: die Adidas-Aktie

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In dieser Rubrik stellen wir immer eine Aktie vor, in die du über einen der Indexfonds bei Peaks investierst. Diesmal: die Adidas-Aktie!

Große Stars

Was haben Kanye West, Kylie Jenner, Justin Bieber, Katy Perry, Beyoncé und Pharrell Williams gemeinsam, außer dass sie alle Amerikaner, reich und berühmt sind? Adidas! Die größte europäische Sportmarke mit Hauptsitz in Herzogenaurach hat eine Armee von Promis eingesetzt, um sich Konkurrenten wie Nike zu stellen.

Du findest die Adidas-Aktie bei Peaks im Europäischen Aktienindex-Fonds iShares MSCI Europe SRI UCITS ETF EUR (Acc). Wir erläutern dir hier den Hintergrund des Unternehmens und warum die Aktie in unseren nachhaltigen Indexfonds integriert wird. 

Familienstreitigkeiten

Wie ist Adidas entstanden? 1924 führten zwei Brüder, Adolf (Adi genannt) und Rudolf Dassler, eine Schuhfabrik in Herzogenaurach. Aber wie in jeder Familie war Streit keine Seltenheit. Nach dem Zweiten Weltkrieg war eine Beendigung der Geschäftspartnerschaft der Brüder unvermeidlich. Rudolf gründete seine eigene Schuhfabrik Puma und Adolf gründete Adidas, eine Komposition aus seinem Spitznamen Adi und dem Nachnamen Dassler.

Mein Adidas

Während der Olympischen Spiele 1936 in Berlin trat der afroamerikanische Läufer Jesse Owens mit Sprintschuhen von Dassler an und gewann vier Goldmedaillen. Der Sieg ging damit auch an die Gebrüder Dassler. Für Adi Dassler waren die Spiele eine großartige Gelegenheit, für die Schuhmarke zu werben. Für diesen Laufwettbewerb wurden unter anderem spezielle Laufschuhe für Owens entwickelt.

Nach diesem Medaillengewinn stellten die Gebrüder Dassler fest, dass Marketing ein unverzichtbarer Bestandteil des Unternehmens werden musste. Der Sportschuh wurde weiter ausgearbeitet und entwickelte sich langsam von einer Sportmarke zu einer Lifestyle-Marke. 1952 kaufte Adidas das berühmte Logo mit drei Streifen einer finnischen Schuhmarke ab, angeblich für zwei Flaschen Whiskey und umgerechnet 1600 €

Am Ende machte 1986 das Hip-Hop-Trio Run DMC mit dem Song ‘My Adidas’ deutlich, dass der Adidas Superstar mehr als ein Sneaker und Adidas mehr als eine Sportmarke ist.

Übernahmen, Überläufer und Verkäufe

Adidas kaufte die Firma Runtastic im Jahr 2005 für 240 Millionen US-Dollar und im folgenden Jahr wurde das Unternehmen für 3,8 Milliarden US-Dollar Eigentümer von Reebok. In der Zwischenzeit wurde Adidas Konkurrent von Nike in den USA. Puma wurde immer weniger zu einer Bedrohung, besonders nachdem Kylie Jenner den Sponsor-Deal von Puma gegen den von Adidas eintauschte.

Adidas erzielt den größten Teil seines Umsatzes mit dem Verkauf von Schuhen. Die Marketingabteilung der Sportmarke hat jahrelang Überstunden geleistet und im vergangenen Jahr unter anderem 14 % des Umsatzes für Werbung und Sponsoring verwendet. Der Gesamtumsatz im vergangenen Jahr belief sich auf 21,9 Milliarden US-Dollar.

Schuhe aus recyceltem Kunststoff

Aufgrund der großen Anzahl von Fans und gesponserten Künstlern und Athleten mit unterschiedlichen Meinungen, steht Adidas im Zentrum sozialer Diskussionen – auch über Nachhaltigkeit. Die Nachhaltigkeitspolitik ist klarer Bestandteil der Marketingstrategie. Adidas entwickelte zusammen mit der Organisation Parley for the Oceans, Schuhe aus recyceltem Kunststoff, der im Ozean gefunden wurde. Adidas geht davon aus, in diesem Jahr elf Millionen Paar dieser Schuhe herzustellen.

Das Unternehmen hat sich auch Nachhaltigkeitsziele für das kommende Jahr gesetzt. Die Marke möchte den Verbrauch von Abfall, Wasser und Energie bei ihren größten Lieferanten um 20 % senken. Darüber hinaus wird Adidas verstärkt Materialien wie recyceltes Polyester und Kunststoff aus Ozeanen für die Entwicklung von Kleidung und Schuhen verwenden. Der Fashion Transparency Index 2019 zeigt, dass Adidas in Sachen Transparenz führend ist: Das Unternehmen ist offen gegenüber seiner Menschenrechtspolitik, den Geschäftsergebnissen, aber auch gegenüber den Lieferanten.

Fußballsocken für alle

Das Börsendebüt von Adidas fand im November 1995 statt. Fünf Jahre später erzielte die Sportmarke am 27. Februar den niedrigsten Kurs ihrer Börsengeschichte: Eine Aktie hatte damals einen Wert von 13,63 €. Das geschah pünktlich zur sogenannten Dotcom-Blase. Internetfirmen gaben damals an der Börse stark nach und der Preis von Adidas wurde ebenfalls geschlagen. Der Höhepunkt für Adidas fand am 1. August 2019 statt, als eine Aktie 295 € wert war.

Wie du vielleicht weißt, ist der anhaltende Handelsstreit zwischen den US-amerikanischen und chinesischen Unternehmen immer noch unter Druck. Aus diesem Grund haben Anleger bei Adidas in den letzten Monaten auch einige Aktien verkauft, sodass der Kurs auf 250 € gefallen ist. Mittlerweile ist der Kurs aber schon wieder auf das aktuelle Niveau von 270 € angestiegen. Die Dividendenrendite der Adidas-Aktie liegt bei 1,64 % und der Gesamtmarktwert bei knapp 55 Mrd. €. Mit diesem Betrag könnte Adidas der gesamten Weltbevölkerung ein Paar Fußballsocken im Wert von 7 € zur Verfügung stellen.

Ein Stück des Europäischen Indexfonds

In dem Europäischen Indexfonds, in den du bei Peaks investierst, befinden sich derzeit (Stand 21. Oktober 2019) insgesamt 124 Aktien, von denen Adidas eine ist. Die zehn größten Aktien des Fonds sind Roche, SAP, Total, Allianz, Siemens, Novo Nordisk, ASML, L’Oréal, Unilever und Adidas. Diese zehn Aktien sind die größten im Index. Adidas belegt derzeit den 10. Platz und nimmt 2,22 % des Fonds ein.

Mit dem Europäischen Indexfonds investierst du in Unternehmen aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, der Schweiz, Dänemark, den Niederlanden, Spanien, Schweden, Italien, Norwegen und einigen anderen Ländern. Im Fonds sind zehn Sektoren vertreten: von Finanzdienstleistungen und Informationstechnologie bis zum Gesundheitswesen und Energie. Die Adidas-Aktie gehört zum zyklischen Konsumgut- und Dienstleistungssektor. Die Nachfrage steigt, wenn es der Wirtschaft gut geht. Wenn die Dinge ein bisschen schlechter laufen, werden die meisten Verbraucher erstmal an dieser Art von Waren sparen. Schließlich sind Sportschuhe und Sportbekleidung für (die meisten) Verbraucher nicht so erforderlich wie Lebensmittel.

So viel Geld geht an Adidas

Wenn du 100 € in Peaks investierst, hängt es von deinem gewählten Portfolio ab, wie viel von diesen hundert Euro an die Adidas-Aktie fließen. Wenn du in Portfolio Mild investierst, sind das ca. 0,20 €, bei Portfolio Würzig ebenfalls 0,20 €. Bei Portfolio Scharf und Feurig sind das ca. 0,40 €.

Nächstes Mal werden wir eine weitere Aktie hervorheben! Hast du eine Anfrage? Lass es uns in einem Kommentar unter diesem Artikel wissen.

Gut zu wissen: Indexfonds sind aus Aktien und/oder Anleihen zusammengesetzt und versuchen, die Zusammensetzung und Rendite eines Börsenindex so gut wie möglich nachzubilden. Die Zusammensetzung eines Index und damit auch eines Indexfonds ist nicht immer festgelegt. Der Index wird alle sechs Monate vom Entwickler des Indexfonds neu festgelegt (bei Peaks sind dies UBS, DAM und Blackrock). Unternehmen müssen bestimmte Anforderungen erfüllen, um in den Index aufgenommen zu werden. Die Anforderungen sind unter anderem: Sind die Unternehmen nachhaltig genug? Wird das Unternehmen übernommen? Ist es bankrott gegangen? Der Index wird basierend auf diesen Fragen neu bestimmt. Infolgedessen kann es vorkommen, dass sich ein Unternehmen oder eine Aktie zuerst schon, später jedoch nicht mehr, in einem der Peaks-Indexfonds befindet. Peaks hat keinen Einfluss auf die Zusammensetzung des Indexfonds.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Dieser Artikel ist nicht als Anlageberatung gedacht, sondern soll weitere Informationen zu den Unternehmen liefern, die zu den Indexfonds gehören, in die du bei Peaks investierst.

 

Sei dir bewusst, dass Investieren Risiken birgt und du deine Investments (zum Teil) verlieren kannst.

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