Geld

Wie viel sollte man sparen?

03 Juni, 2021 - von Nele

7 min

Dein Laptop hat sich wie aus dem Nichts mit einer Rauchwolke verabschiedet und dein neues Fahrrad hat auch einem Langfinger gut gefallen? Wenn unvorhersehbare Dinge passieren und schnell Ersatz hermuss, ist ein Sparschwein viel wert. Vorausgesetzt, es ist gut gefüllt. Aber wie viel sollte man sparen? Das Leben ist schließlich schon teuer genug.

Was sollte auf die hohe Kante wandern und was nicht? Wie immer gilt: Ein guter Überblick über die Finanzen ist der Schlüssel zum Erfolg. In diesem Blog-Post verraten wir dir, welcher Teil deines sauer verdienten Geldes im Sparstrumpf landen sollte und welcher nicht.

Dranbleiben heißt die Devise

Bevor wir in die Welt der Finanzen und der Zahlen eintauchen, müssen wir noch über dich sprechen. Genau, über dich! Denn deine Motivation ist beim Sparen ein wichtiger Aspekt. Sparen wirkt bei vielen Menschen wie eine Diät – es erfordert viel Disziplin und fällt nicht immer leicht. Das weiß jeder, der schon mal darüber nachgedacht hat, einfach so an seine Einlagen zu gehen und sich aus einem Impuls heraus etwas zu kaufen.

Unser Tipp: Überliste und motiviere dich selbst, in dem du dir dein Sparziel ständig vor Augen hältst. Warum rahmst du dir dein Traumauto nicht einfach ein und hängst das Bild über deinen Schreibtisch, an dem du jeden Tag sitzt? Sprich mit anderen Menschen, die auch sparen – so könnt ihr euch gegenseitig einen neuen Motivationsschub verpassen. Studien haben bewiesen, dass es so leichter fällt, sich auf die gesteckten Ziele zu fokussieren und die Sparlustlosigkeit zu überbrücken. 

1. Schritt: Raus aus den Schulden

Der größte Bremsklotz beim Sparen sind Schulden. Das ist der erste Punkt, an dem du ansetzen solltest, damit dein Sparvorhaben in Fahrt kommt und du alle Ziele erreichst. Bitte spare nicht, solange du noch Schulden hast. Das hat einen einfachen Grund: Kreditzinsen sind in der Regel höher als Sparzinsen, die von Sparbüchern oder Tagesgeldkonten generiert werden. Das gilt insbesondere in einer Niedrigzinsphase, wie sie seit Jahren vorherrscht. Dadurch werden die nur geringen Zinsen, die dein zur Seite gelegtes Geld erzielt, durch die Kreditzinsen aufgefressen und sogar übertroffen. Wenn du mehrere Kredite hast, solltest du sie deshalb auch immer in der richtigen Reihenfolge abzahlen. Fang mit den Krediten an, die den höchsten Zinssatz beinhalten und gehe dann zum nächsten über. Damit erreichst du, dass du insgesamt den geringsten Gesamtbetrag zahlst. Über Tipps, mit denen man schuldenfrei werden kann, haben wir bereits einen Blog-Post geschrieben. Hier findest du ihn. 

2. Schritt: Notgroschen aufbauen

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. An dem Spruch, den schon unsere Urgroßeltern kannten, ist viel Wahres dran. Und er passt auch zum Zeitgeist: 2021 sparen die Deutschen so viel wie nie, was in erster Linie an der Coronakrise liegt. Schaut man sich aktuelle Umfragen an, aus denen die Sparziele der Deutschen hervorgehen, dann stehen Altersvorsorge, Immobilien und Konsum bzw. Anschaffungen ganz oben auf der Liste.

Eine Zahl ist dabei überraschend: Auf einen Notgroschen oder eine Reserve für den Fall der Fälle sparen lediglich 7 % der Deutschen. Dabei gibt es gute Gründe, sich ein finanzielles Notfalldepot anzulegen, auf das du schnell zugreifen kannst, wenn deine Waschmaschine oder dein Auto plötzlich den Geist aufgibt. Unter Umständen bist du sogar gezwungen, kurzfristig einen Kredit aufzunehmen, der oftmals keine guten Konditionen (also hohe Zinsen) beinhaltet und bei dem du am Ende noch mehr Geld drauflegst.

Aber wie viel sollte man sparen?

Wie hoch sollte der Notgroschen sein? Diese Frage hängt natürlich auch immer stark von den individuellen Lebensumständen ab. Wenn du als Paar zusammen lebst, Kinder hast und Wohneigentum, benötigst du wahrscheinlich mehr Rücklagen als jemand, der allein in einer Mietwohnung lebt. Als Faustregel empfehlen Finanzexperten eine Rücklage von 3 Monatsgehältern. Wenn du also 1.800 € netto verdienst, sollte dein Sparziel bei 5.400 € liegen. Das ist eine Summe, mit der du größere Anschaffungen, den Verlust eines Arbeitsplatzes und Reparaturen überbrücken kannst. Es gibt natürlich neben dem Notgroschen noch weitere wichtige Sparziele, die du ebenfalls auf dem Zettel haben solltest – auch darüber haben wir bereits geschrieben.

Übrigens: Ein Tagesgeldkonto ist eine Möglichkeit für den Notgroschen. Es ist nicht darauf ausgelegt, dass du deinen regelmäßigen Zahlungsverkehr darüber abwickelst, du kannst von deinem Tagesgeldkonto aber jederzeit auf dein Hauptkonto, also dein Girokonto, überweisen. 

Nutz die richtige Formel zum Sparen

Natürlich ist beim Sparen nicht nur der Notgroschen relevant, sondern auch alle langfristigen Sparziele, die du hast. Darunter fallen beispielsweise ein neues Auto oder eine Weltreise. Für deinen Vermögensaufbau solltest du die 50-30-20-Regel einhalten. Dabei stehen die Zahlen in der Formel für die Anteile deiner Einkünfte (Nettoeinkommen), die du für unterschiedliche Nutzungen einteilst. Mit einer Budgetierung, die aus dieser einfachen Formel hervorgeht, kann jährlich viel Geld in deinen Sparstrumpf wandern. Die einfache Formel unterstützt dich also optimal bei allen Sparzielen. Aber wie viel sollte man im Monat sparen? Das verraten dir die drei Kategorien der 50-30-20-Regel:

  • 1. Kategorie – 50 % deines Nettoeinkommens: Diese Kategorie beinhaltet alle Grundausgaben und Fixkosten, die du monatlich zahlst. Dazu gehören nicht nur Miete und alle laufenden Versicherungen, sondern auch die Kosten, die du für deine Mobilität (Benzin oder Monatskarte für den Bus) aufwenden musst. Die Lebensmittel, die du monatlich benötigst, fallen ebenfalls darunter. All diese Kosten sollten also im optimalen Fall nicht mehr als 50 % deines Monatseinkommens verbrauchen.
  • 2. Kategorie – 30 % deines Nettoeinkommens: Ein Drittel deiner Einkünfte solltest du für deine persönlichen Bedürfnisse budgetieren. Du gehst gerne ins Kino oder interessierst du für Videospiele? Wie wäre es mit einem Tagesausflug inkl. Übernachtung? All diese Dinge, die das Leben angenehmer machen, solltest du von dieser Kategorie bezahlen.
  • 3. Kategorie – 20 % deines Nettoeinkommens: Die dritte Kategorie ist letztendlich zum Sparen oder deinen Vermögensaufbau reserviert. Das ist also das Geld, das du nicht fürs tägliche Leben benötigst und entsprechend auf die hohe Kante legen kannst. Natürlich kannst du es auch nutzen, um etwaige Schulden zu tilgen.

Gehen wir einmal von den bereits erwähnten 1.800 € Netto aus. Wie viel sollte man dann sparen? Unsere Beispielrechnung sieht wie folgt aus:

  • 50 % für Grundausgaben/laufende Kosten = 900 € monatlich
  • 30 % für persönliche Bedürfnisse = 540 € monatlich
  • 20 % für Vermögensaufbau/Spareinlagen = 360 € monatlich

Wenn du 360 € monatlich sparst, hast du nach einem Jahr bereits 4.320 € auf der hohen Kante. Und nach 5 Jahren bereits 21.600 € (zuzüglich Zinsen). In unserem Blog findest du bereits einen Download für ein Haushaltsbuch in Form einer Excel-Tabelle, das du selber anpassen und ausfüllen kannst. Hol dir den optimalen Überblick auf deine Finanzen und führe deine Sparpläne zum Erfolg – hier geht’s lang.

Mit Peaks zum Vermögensaufbau

Das ganz große Geld solltest du allerdings nicht auf deinem Giro- oder Tagesgeldkonto liegen lassen, denn ab bestimmten Summen können Banken auch Negativ- oder auch sogenannte Strafzinsen einfordern. Wer das vermeiden will, sollte sich unsere App anschauen, die das Investieren einfach macht. Mit einem Portfolio bei Peaks kannst du jeden Monat kleine Beträge, die nicht auffallen (Wechselgeld), oder auch größere Beträge zur Seite legen und für die Zukunft investieren. So kannst du alle Sparziele unterstützen und dir kleine und große Träume erfüllen. Das Risiko deines Investments bestimmt du natürlich selbst. Werde heute Peaker, zahle einen Monat keine Gebühren an Peaks und mach dein Kleingeld groß! 😊

 

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