Grüne Bonbons, die Nachhaltig investieren darstellen

Wie nachhaltig ist investieren mit Peaks?

Lesedauer: 7 min

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Du willst nachhaltig investieren? Bei Peaks investierst du in sechs nachhaltige Indexfonds – vier Aktienfonds und zwei Anleihenfonds. Aber was genau bedeutet der Begriff Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit der Geldanlage? Was sind die Kriterien für einen nachhaltigen Indexfonds, wer entscheidet darüber und wie nachhaltig ist Peaks nun wirklich? Diese Fragen beantworten wir dir im folgenden Artikel.

Zugänglichkeit

Als Peaks im Jahr 2017 von Tom, Rutger und Sijbrand gegründet wurde, stellte sich zuerst einmal die Frage: Für wen ist Peaks eigentlich genau das Richtige? Die Antwort: Für alle, die Hilfe gebrauchen können, Geld beiseite zu legen und zu investieren, um so ihrer finanziellen Freiheit ein Stückchen näher zu kommen. Geschlecht, Alter, oder Investitions-Vorwissen spielen dabei keine Rolle. 

Eine ziemlich große Zielgruppe also. Die Art und Weise, wie man mit Peaks investiert, musste also auch so zugänglich wie möglich sein. 

Das bedeutet: Nicht zu viel Auswahl und viel Flexibilität, sodass Peaks zu so vielen Menschen wie möglich “passt”. Aus diesem Grund ist es auch nicht möglich, eigene Aktien und Anleihen auszuwählen. Jeder investiert in die gleichen Indexfonds. Außerdem investiert jeder nur in die top 25% der nachhaltigsten Unternehmen der jeweiligen Branche. 

Was sind die Kriterien für einen nachhaltigen Indexfonds bei Peaks?

Peaks ist es wichtig, dass wir mit der Erde gut und respektvoll umgehen und sie für zukünftige Generationen erhalten. Doch was genau bedeutet Nachhaltigkeit bei Peaks und was unterscheidet nachhaltige Indexfonds von “normalen” Indexfonds? 

Nachhaltigkeit ist ein schwieriges Konzept und uns ist bewusst, dass immer mehr getan werden kann. Nichts ist komplett nachhaltig und du musst dir auch vor Augen halten, dass dein Geld in große, börsennotierte Unternehmen investiert wird. 

Nachhaltig investieren mit Peaks bedeutet, dass Geld nur in Unternehmen investiert wird, hinter denen wir mit gutem Gewissen stehen. Dafür gibt es verschiedene Kriterien, auf die wir unsere ausgewählten Indexfonds prüfen. 

1. Ausschluss

Zuerst einmal schließen wir gewisse Sektoren und Branchen aus. Unternehmen, die Menschenrechte verletzen, in Korruption verwickelt sind oder ernsthafte Schäden für unsere Umwelt verursachen, werden nicht in die Indexfonds aufgenommen. Weiterhin investierst du mit Peaks niemals in die Tabak- oder Alkoholindustrie. Dein Geld fließt auch niemals in Atomkraft, Pornografie, Glücksspiel oder in gentechnisch modifizierte Organismen.

2. Beste nachhaltige Leistung 

Nach dieser ersten Prüfung werden die oberen 25% aus jeder Branche ausgewählt, die im Bezug auf Nachhaltigkeit die besten Leistungen erbringen. Diese Auswahl wird mithilfe der sogenannten ESG-Faktoren getroffen. ESG steht für Environmental (Umwelt), Social (Sozial) und Government (gute Unternehmensführung). Dein Geld wird also nur in Unternehmen investiert, die diese Kriterien erfüllen und sich am meisten für Nachhaltigkeit in ihrer Branche einsetzen. 

Anhand dieser Kriterien kann es allerdings trotzdem sein, dass du zum Beispiel in den Gas- und Ölkonzern Total investierst, da dieser in seiner Branche am Besten abschneidet. Hier kannst du genau erfahren, wie Total sich für Nachhaltigkeit in der Branche einsetzt. 

3. Prüfung auf Kontroversen

Wir halten es für wichtig, dass die Unternehmen in unseren Indexfonds nicht kontrovers in den Medien erscheinen und keine schlechten Absichten verfolgen. Zum Beispiel nehmen wir Facebook nicht in unseren Indexfonds auf, da wir nicht damit einverstanden sind, wie sie mit Fake-News auf ihrer Seite umgehen. 

Desweiteren folgen die Indexfonds dem Prinzip von Active Ownership (Aktives Eigentum). Active Ownership heißt bei Peaks, dass die Anbieter der Fonds mit den Unternehmen in Kontakt stehen. Wenn ein Unternehmen negativ in der Presse erscheint oder die Aktionäre mit Entscheidungen des Unternehmens nicht einverstanden sind, können sie um Klarstellung und Verbesserung bitten. 

Warum investiere ich nicht (nur) in Windparks, Wälder oder Solarenergie?

Nachdem wir dir erklärt haben, wie wir unsere nachhaltigen Indexfonds auswählen, fragst du dich vielleicht, warum du nicht nur in Windparks, Solarenergie und Wälder investierst. Schließlich sind das doch die nachhaltigsten Sektoren, oder?

Ja und nein. Natürlich ist es gut für die Umwelt, in Solarenergie und die Bepflanzung neuer Wälder zu investieren. Aber für deine Rendite ist es nicht unbedingt der klügste Schachzug. Zum einen sind sowohl Solarenergie wie auch Wald- und nachhaltige Landwirtschaft nur sehr kleine Sektoren. Bei Peaks haben wir uns dazu entschieden, Fonds auszuwählen, die aus verschiedenen Sektoren aus der ganzen Welt kommen. Wenn es in einem Sektor oder einem Teil der Welt nicht so gut läuft, wird das durch Unternehmen aus anderen Teilen der Welt ausgeglichen. So streust du deine Risiken so weit wie möglich.

Nur in ein oder zwei Sektoren zu investieren, wie es bei Solar-, oder Windenergie der Fall ist, kann sehr riskant sein. Wenn etwas schief läuft, machst du große Verluste, da du all dein Geld auf ein Pferd gesetzt hast. 

Darüber hinaus kann es sehr teuer sein, dein Geld nur in Windparks und Solarenergie anzulegen. Oft braucht man viel Startkapital, um anzufangen. Und wenn du dein Geld in Aktien von Solarenergie oder Wäldern hast, kann es schwierig sein, deine Wertpapiere wieder zu verkaufen da diese Anlagen normalerweise nicht an der Börse gehandelt werden.

Eine solche Investition sitzt oftmals zehn Jahre fest und ist daher nicht sehr flexibel. 

Bei Peaks wollen wir jedem ermöglichen, Geld anzulegen. Daher kann man bei uns schon mit einem Betrag von  1 € starten. Wir versuchen natürlich, die Kosten für dich so gering wie möglich halten. Desweiteren ist es uns auch wichtig, dass du trotz alledem die Flexibilität hast. Du kannst dein Geld immer ein- und auszahlen und es sitzt nicht bei uns fest. 

Nachhaltige Indexfonds vs. “normale” Indexfonds

“In den letzten Jahren haben “normale” und nachhaltige Indexfonds ungefähr die gleiche Rendite erzielt.”, sagt Gert van den Paal. Er ist Spezialist für sozial verantwortliches Investieren, der auch bei der Auswahl der nachhaltigen Indexfonds von Peaks mitgeholfen hat. Er erklärt, “Man muss berücksichtigen, dass der Ausschluss gewisser Unternehmen Geld kosten kann. Die Tabakindustrie hat zum Beispiel in den letzten Jahren sehr gute Renditen erzielt.” Nicht in die Tabakindustrie zu investieren, kann dich daher Geld kosten. Trotzdem sind uns ethische Werte wichtiger, als Profit allein. Und da wir nur die leistungsstärksten nachhaltigen Unternehmen aus allen Branchen suchen, spart dir das Geld und kann dir einen guten Gewinn einbringen. 

In der unten stehenden Grafik siehst du, die Renditen “normaler” und nachhaltiger Indexfonds. Die blaue Linie ist ein nachhaltiger Index, die gelbe Linie stellt einen normalen Index dar. Für beide Indexe wurde derselbe Ausgangspunkt (100) ausgewählt, um die Ergebnisse vergleichen zu können (Quelle: MSCI fact sheet).

 

 

Eine tolle Tatsache: Die Unternehmen der nachhaltigen Indexfonds stoßen zusammen fast ein Drittel weniger CO2 aus, als Unternehmen nicht nachhaltiger Indexfonds!

Wenn du wissen willst, in welche Unternehmen du genau investierst, und was diese Unternehmen nachhaltiger macht als andere, dann lese hier. In diesem Blog geben wir dir eine Übersicht über die sechs Indexfonds von Peaks. Dort erläutern wir die Agenda der Unternehmen und Aktien, in die dein Geld fließt und wie du nachhaltig investieren kannst. 

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Indexfonds, die wir ausgewählt haben, alle eine nachhaltige Agenda verfolgen und es uns wichtig ist, eine positive Entwicklung unseres Planeten zu fördern. Es ist im Durchschnitt etwas teurer, nachhaltig investieren zu können, da die Fondskosten etwas höher sind und die Auswahl der Indexfonds etwas mehr Zeit und Geld in Anspruch nimmt. Trotzdem finden wir, dass sich nachhaltig investieren lohnt, da du dabei nicht nur an dich, sondern auch an die Umwelt denkst. 

Sei dir bewusst, dass investieren Risiken birgt und du deine Investments (zum Teil) verlieren kannst. 

  1. Hallo Clara, danke für diesen aufschlussreichen Beitrag. Ich würde gerne noch nachhaken, wieso bei “1. Ausschluss” nichts Konkretes zu Waffenherstellung/-export steht. Für mich persönlich wäre das ein Ausschlusskriterium.

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