Geld

Welcher Kreditkartentyp passt zu dir?

12 Juni, 2020 - von Dasha

6 min

Wir haben in einem vorherigen Artikel beschrieben, wie die Kreditkarte funktioniert. In diesem Artikel stellen wir dir die verschiedenen Kreditkartenarten vor und wie sie sich voneinander unterscheiden. So kannst auch du gut informiert entscheiden, ob und welcher Kreditkartentyp am besten zu dir passt! 

Im Allgemeinen gibt es vier verschiedenen Kreditkartentypen. Sie unterscheiden hauptsächlich sich in ihren Kostenaufstellungen und den nutzbaren Regionen. Es gibt auch gewisse Limitierungen, auf die du achten solltest. So musst du bei manchen Anbietern zum Beispiel volljährig sein, um den Service überhaupt nutzen zu können.

Kreditkartentyp 1: Charge-Kreditkarte

Diese Art der Kreditkarte wird in Deutschland am häufigsten ausgegeben. Mit dieser Karte nimmst du bei jedem Einkauf einen Kredit bei dem Anbieter auf, der am Ende des Monats von deinem Referenzkonto abgebucht wird. Du brauchst somit zum Zeitpunkt deines Einkaufs keinen positiven Saldo. Solltest du den Betrag jedoch nicht am Monatsende begleichen können, musst du diesen mit einem Zinssatz zurückzahlen. Beachte, dass du damit das Risiko eingehst, dich zu überschulden. Wenn du nicht besonders gut darin bist, deine Finanzen im Blick zu behalten und Rechnungen rechtzeitig zu begleichen, ist diese Variante eventuell nichts für dich. 

Einsatzmöglichkeiten

Die Charge-Kreditkarte hat umfangreiche Einsatzmöglichkeiten. So ist sie im Ausland fast unverzichtbar, da es sich hierbei um eine universelle Zahlungsmethode handelt, die fast überall auf der Welt akzeptiert wird. Da viele der deutschen Zahlungsmöglichkeiten im Ausland unbekannt sind, sollte man beim Reisen eine Kreditkarte dabei haben. Auch bei der Buchung von Hotels oder Flügen im Internet, werden häufig nur Kreditkarten akzeptiert. 

Bedingungen

Um eine Charge-Kreditkarte zu beantragen, müssen gewisse Bedingungen eingehalten werden. Zum Beispiel musst du bei der Beantragung volljährig sein. Außerdem wird vorher deine Bonität geprüft, um deinen Kreditrahmen zu kalkulieren. Dieser Rahmen bestimmt, wie weit du die Karte überziehen darfst. Des Weiteren ist die Vorlegung einer Schufa-Auskunft notwendig, um eine Charge-Kreditkarte beantragen zu können. 

Beachte auch die Kosten für die Karte. Diese können stark von Anbieter zu Anbieter variieren. Im Durchschnitt liegen die Zinskosten bei 5 % bis 18 %. Achte hierbei auch auf die Kosten beim Abheben. So bietet die Hanseatic Bank GenialCard kostenloses Abheben weltweit, während die ICS Visa World Card nur europaweit kostenloses Abheben anbietet. Die Consors Finanz Mastercard nimmt hingegen immer eine Gebühr beim Abheben am Automaten. 

Es gibt viele verschiedene Anbieter der Charge-Kreditkarten. Klicke hier, um die perfekte Charge-Kreditkarte für dich zu finden. 

Kreditkartentyp 2: Revolving-Kreditkarte

Diese Art der Kreditkarte wird hauptsächlich in den USA ausgegeben, jedoch erfreut man sich auch in Deutschland vermehrt über die Revolving-Kreditkarte. Von den Charge-Kreditkarten unterscheidet sich die Revolving-Card im Grunde genommen nur in der Art der Abrechnung. Man begleicht den Kredit zwar auch am Ende jedes Monats, jedoch hat man die Möglichkeit, den ausstehen Betrag in Raten mit einem gewünschten Zahlungsziel abzubezahlen. Somit kann der Kreditbetrag nach den persönlichen Wünschen des Karteninhabers und je nach Kreditwürdigkeit zurückgezahlt werden.

Einsatzmöglichkeiten

Genauso wie die Charge-Kreditkarte, ist die Revolving-Kreditkarte bequem, wenn man online bestellt und reisen geht, da es sich auch hierbei um eine universelle Zahlungsmöglichkeit handelt. 

Bedingungen

Auch bei der Revolving-Kreditkarte muss man volljährig sein sowie eine Bonitätsprüfung durchgehen. Denn so kann der Kreditrahmen und die Höhe der Ratenzahlung bestimmt werden. Zusätzlich ist auch hier der Beweis einer Schufa-Auskunft notwendig. Je nach Anbieter sind die Beantragungskriterien unterschiedlich streng. Die Barclaycard Visa hat eine niedrige Abschlusschance, was bedeutet, dass nur wenige Kunden für die Karte akzeptiert werden. Die Hanseatic Bank GenialCard hat zum Beispiel eine mittlere und die TF Mastercard GOLD eine hohe Abschlusschance.

Beachte auch hier die Kosten. Wenn du den ausstehenden Betrag in Raten abbezahlen möchtest, musst du bei der Revolving-Kreditkarte mit einem Zinssatz ab 9,37 % rechnen. Wenn du den Betrag nicht innerhalb des vereinbarten Zahlungsziels begleichst, musst du sogar mit Zinsen in Höhe von 18 % rechnen. 

Du findest, dass die Revolving-Kreditkarte perfekt zu dir passt? Dann kannst du hier verschiedene Revolving-Kreditkarten vergleichen, um den besten Anbieter zu finden.

Kreditkartentyp 3: Prepaid-Kreditkarte

Hierbei handelt es sich um sogenannte Prepaid- bzw. schufafreie Kreditkarten. Das Prinzip ist ziemlich einfach: Du lädst einen bestimmten Betrag auf deine Kreditkarte, den du dann ausgeben kannst. Das bedeutet, dass du keinen Kredit aufnimmst, und somit keine Bonitäts- oder Schufa-Auskunft brauchst. Denn ist das Guthaben aufgebraucht, können auch keine Zahlungen mehr getätigt werden. Das Risiko einer Überschuldung gibt es somit nicht. Empfehlenswert sind Prepaid-Kreditkarten genau aus dem Grund für Studenten oder Interessenten, die ungern Schulden aufnehmen. 

Einsatzmöglichkeiten

In ihrer Funktionsweise gibt es keinen Unterschied zu Charge- oder Revolving-Kreditkarten. Das bedeutet, dass du auch mit der Prepaid-Karte im Ausland bequem bezahlen sowie Flüge oder Ähnliches im Internet bestellen kannst. Somit ist diese Karte vor allem für junge Menschen, die reisen gehen wollen, empfehlenswert. Denn hierfür muss man auch nicht volljährig sein. Diese Funktion kann auch für Eltern interessant sein, die ihr Kind auf eine Reise oder wegen eines Austausches ins Ausland schicken. Zudem behält man auch den Überblick über die Ausgaben, da nur der vorher eingezahlte Betrag ausgegeben werden kann. 

Bedingungen

Wie beschrieben, wird bei der Prepaid-Kreditkarte weder deine Schufa-Auskunft benötigt noch deine Bonität geprüft. Du musst auch nicht volljährig sein, um diesen Kartentypen zu beantragen. Du musst jedoch beachten, dass eine Legitimitätsprüfung von manchen Anbietern erforderlich ist. Dafür musst du eventuell persönlich zur Bank des Anbieters. Natürlich gibt es aber auch bei der Prepaid-Karte Kosten, die auf dich zukommen. Da du keinen Kredit aufnimmst, musst du auch keine Zinsen bezahlen. Jedoch bezahlst du bei den meisten Anbietern eine feste Servicegebühr. Die VIABUY Prepaid Mastercard kostet dich im ersten Jahr 89,90 € und danach 19,90 € jährlich. Die GLS Visa BasicCard kostet zum Beispiel ganze 90 € jährlich.

Hier kannst du Anbieter der Prepaid-Kreditkarte vergleichen.

Kreditkartentyp 4: Virtuelle Kreditkarte

Im Zuge der Fintech-Revolution und der Tendenz der Deutschen, mehr im Internet einzukaufen, konnte sich eine weitere Art von Kreditkarten etablieren: Die virtuelle Kreditkarte. Diese existiert lediglich als digitales Abbild in Form von Kartennummer und CVC. Darüber hinaus erhält der Kunde einen Benutzernamen sowie ein Passwort. Diese Daten werden benötigt, um die Karte aufzuladen und um die Transaktionen auf der Karte online einsehen zu können. Da die meisten Anbieter diese Karte auf Guthabenbasis ausstellen, ist sie quasi die digitale Version der Prepaid-Karte. 

Einsatzmöglichkeiten

Diese Karte ist hauptsächlich für den Gebrauch im Internet gedacht. Das bedeutet, dass sie nicht vor Ort beim Reisen eingesetzt werden kann. Aber im Gegensatz zu der normalen Girokarte, kann mit der virtuellen Karte online eingekauft werden, wo nur Kreditkarten akzeptiert werden. 

Bedingungen

Auch diese Karte ist für Minderjährige nutzbar, da man sie nicht überziehen kann. Somit ist sie vor allem für junge Menschen interessant oder für Leute, die nicht gerne Schulden machen. Dies bedeutet, genauso wie bei der Prepaid-Kreditkarte, dass keine Bonitäts- oder eine Schufa-Auskunft notwendig ist. Eine virtuelle Kreditkarte kann deswegen ganz einfach im Internet beantragt werden. Bei der Registrierung erhält der Kunde seine Daten sofort. Die Wartezeit auf die Kreditkarte fällt somit weg. 

Man muss aber auch hier auf die Kosten achten. Eine der günstigsten Optionen bietet die virtuelle Kreditkarte der Netbank. Für den Gebrauch bezahlt man 7,50 € und da man keinen Kredit aufnimmt, zahlt man auch keine Zinskosten.

Du findest, dass die virtuelle Kreditkarte eine gute Option für dich ist? Dann kannst du hier verschiedene Anbieter vergleichen.

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