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Was ist ein Bullen- und Bärenmarkt? Wir erklären es hier

02 September, 2019 - von Dasha

3 min

Erfahrene Anleger verwenden manchmal die Begriffe Bullen- und Bärenmarkt. Sie sprechen nicht wörtlich von Bären und Bullen. Nein, es ist eine symbolische Investorensprache, die seit dem 18. Jahrhundert verwendet wird. Aber was heißt das genau?

Bärenmarkt

Wenn an der Börse von einem Bärenmarkt die Rede ist, bedeutet dies, dass die Aktienkurse fallen. Dies geschieht (fast) nie in einer gerader Linie, sondern geht eigentlich immer mit Schwankungen einher. Ein vorübergehender Rückgang bedeutet nicht zwangsläufig, dass es einen Bärenmarkt gibt. Dies ist nur der Fall, wenn der Markt mehrere Monate hintereinander fällt – beispielsweise nach einem Börsencrash. Die Marktstimmung ist während eines Bärenmarktes hauptsächlich negativ. Aktien sind weniger wert und Anleger machen dadurch Verluste.

Bullenmarkt

Ein Bullenmarkt ist das Gegenteil von einem Bärenmarkt: Die Aktienkurse steigen dabei. Auch hier passiert dies (fast) nie in einer gerade Linie, sondern geht mit Schwankungen des Aktienkurses einher. Während eines Bullenmarktes herrscht hauptsächlich eine optimistische Stimmung an der Börse. Die Wirtschaft wächst, es geht den Unternehmen gut und Aktien werden immer wertvoller. Dies ist oft eine Zeit, in der Neulinge einsteigen, um von den großen Gewinnen zu profitieren. Anleger werden daher in der Regel bei einem Bullenmarkt glücklicher als bei einem Bärenmarkt. Kein Wunder also, dass sich vor der Amsterdamer Börse Euronext eine Bullenstatue befindet, genau wie an der Wall Street in New York.

Ein Bär geht unter, ein Bulle steigt auf

Der Name Bär wurde gewählt, weil ein Bär seine Beute mit Abwärtsbewegungen der Klauen von oben nach unten angreift. Ein Bulle dagegen, greift mit den Hörnern nach seiner Beute und streckt sich dann nach oben. Er treibt seine Beute sozusagen nach oben, genauso wie wenn die Aktienkurse an der Börse nach oben gehen. 

Wie oft wirst du so einem Tier begegnen?

Forscher von Newfound Research untersuchten die Daten des amerikanischen S & P 500 Index. Das ist der Index der fünfhundert größten Unternehmen an der New Yorker Börse. Von 1903 bis 2016 gab es zwölf Bullenmärkte, die durchschnittlich 8,1 Jahre andauerten und bei denen die Preise dabei um durchschnittlich 387% stiegen. Auf der anderen Seite, gab es elf Bärenmärkte die im Durchschnitt 1,5 Jahre andauerten und bei denen die Preise im Durchschnitt um 35% fielen.

Also?

Ein Bullen- und Bärenmarkt kommt ungefähr gleich häufig vor, aber Bullenmärkte halten viel länger an als Bärenmärkte. Außerdem bieten Bullenmärkte (logischerweise) mehr Rendite. Kurz gesagt, die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Aktienkurse im Allgemeinen eher steigen als fallen. Wir möchten aber immer darauf Aufmerksam machen, dass Ergebnisse aus der Vergangenheit keine Garantie für die Zukunft bieten.

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Über Dasha, den/die Autor/in

Dasha (26) beeindruckt andere nicht nur mit ihrem Gesang und ihrer Kreativität, sondern viel mehr mit ihrem Geschick, umständliche (Investment-)Themen für jeden verständlich zu machen. Das beweist sie euch immer wieder hier im Blog!

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