Steuererklärungfürangestellte

Steuererklärung für Angestellte

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Wir haben dir bereits in einem vorherigen Artikel gezeigt, wie du deine Steuererklärung machst, wenn du selbstständig bist. In diesem Blog-Post zeigen wir dir, was du beachten musst, wenn du angestellt bist. Unter bestimmten Umständen musst du nämlich auch als angestellte Person eine Steuererklärung einreichen. Wusstest du auch, dass es sich finanziell sehr lohnen kann, die Steuererklärung freiwillig einzureichen? Wir erklären dir hier, was du zu der Steuererklärung für Angestellte wissen musst. 

Muss ich eine Steuererklärung einreichen?

Das hängt ganz von deiner persönlichen Situation ab. Generell gilt: Wenn dein Einkommen unter des sogenannten Grundfreibetrags liegt, musst du keine Steuern bezahlen und dementsprechend auch keine Steuererklärung abgeben. Im Jahr 2019 lag dieser Grundfreibetrag bei 9.408 € für Singles und 18.816 € für Verheiratete bzw. eingetragene Lebenspartner.

Als Arbeitnehmer der Steuerklasse 1 musst du keine Steuererklärung für Angestellte einreichen, wenn du nur aus dieser Anstellung Einnahmen hast. Es gibt jedoch einige besondere Situationen, die dich zur Einreichung einer Steuererklärung verpflichten. Wenn du zum Beispiel deinen Arbeitgeber während eines Jahres mehrmals gewechselt hast oder noch Nebeneinkünfte zusätzlich zu deiner Arbeitsstelle erzielst. Diese Sondersituationen sind im Einkommensteuergesetz geregelt und sollten sorgfältig gelesen werden.

Freiwillige Steuererklärungen erzielen im Durchschnitt eine Rückzahlung von über 1.000 €

Auch wenn du nicht dazu verpflichtet bist, kannst du deine Steuererklärung freiwillig einreichen. Und dies kann große finanzielle Vorteile bringen. Laut des Statistischen Bundesamts erhält man im Durchschnitt über 1.000 € zurück, wenn man seine Steuererklärung freiwillig abgibt. Viele kennen sich mit den Steuergesetzen leider nicht genügend aus und verschenken damit Geld. Wusstest du zum Beispiel, dass du dir einen Teil deiner täglichen Fahrtkosten von und zur Arbeit erstatten lassen kannst? Auch wenn du die Kirchensteuer bezahlst, und/oder Geld gespendet hast, kannst du dich auf eine Rückerstattung freuen. Aufgepasst Eltern: Kinderbetreuungskosten und Schulgeld kann man als Sonderausgaben bei der Steuererklärung ansetzen und sich zum Teil zurückerstatten lassen. So spart man Unmengen an Geld. Hier kannst du lesen, wie viel dich ein Kind im Durchschnitt kostet. 

Was muss ich bei der Steuererklärung beachten?

Wenn du für 2019 deine Steuererklärung verpflichtend abgeben musst, hast du bis zum 31. Juli 2020 Zeit dafür. Erstellst du deine Steuererklärung freiwillig, hast du ganze vier Jahre Zeit, bis sie eingereicht sein muss. Das heißt, du hast bis 2023 Zeit, um alle Dokumente und Papiere zusammenzustellen. Es ist generell immer gut, alle relevanten Dokumente zu sammeln und abzuheften. So geht auch nichts verloren, für was du eventuell Geld zurückerhalten kannst. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du deine Steuererklärung auch richtig machst, kannst du immer und kostenlos einen Finanzbeamten fragen. Das Finanzamt hat dafür Servicestellen eingerichtet. 

Wie reiche ich die Steuererklärung ein? 

Früher musste man die Steuererklärung noch in Papierform einreichen. Seit 1999 ist es jedoch jedem möglich, dies über den elektronischen Weg zu tun. Die elektronische Steuererklärung ist auch als Elster bekannt. Wenn du nicht weißt, welches Finanzamt für dich zuständig ist, kannst du dich diesbezüglich auf der Internetseite des Bundeszentralamts für Steuern informieren. Beachte: Das Elster-Formular ist nur noch für die Steuererklärung 2019 möglich.

Zwar wird das Formular kostenlos vom Finanzamt bereitgestellt, jedoch tun sich Laien damit häufig schwer. Deswegen kann es sich auch lohnen, eine Steuersoftware zu kaufen. Diese gibt es in vielen verschiedenen Preisklassen, bei freiwilliger Einreichung kann auch schon eine kostengünstige Version ausreichen. 

Oder mach es wie der ehemalige Finanzminister

Hans Eichel gestand, in seinem Leben noch nie eine Steuererklärung selbst ausgefüllt zu haben: Dafür gibt es doch Steuerberater“. Da das Steuergesetz kompliziert ist und man die Steuererklärung doch sorgfältig ausfüllen sollte, lohnt es sich einen Steuerberater um Hilfe zu bitten. Diese Berater sind Experten auf dem Gebiet und erledigen die Erklärung für dich. Das einzige, was du dafür jedoch trotzdem machen musst, ist deine Dokumente sorgfältig zusammenzustellen, damit dein Steuerberater auch eine korrekte Steuererklärung mit den meisten Vorteilen für dich einreichen kann. 

Sei dir bewusst, dass Investieren Risiken birgt und du deine Investments (zum Teil) verlieren kannst.

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