Geld

Kann man Liebe kaufen?

20 Februar, 2020 - von Nele

4 min

Es gibt wohl keinen menschlichen Zustand auf der Welt, der öfter in Liedern, Gedichten, Briefen, Filmen und auf Werbeplakaten thematisiert wurde als die Liebe. Macht Sinn, schließlich betrifft das Thema fast jeden. Bestimmt hast du auch schon mal jemandem ein Geschenk gekauft, den du mehr als toll gefunden hast. Eben! Und genau deshalb muss auch die Frage erlaubt sein: Was hat Liebe eigentlich mit Geld zu tun?

Was man so alles lieben kann

Liebe ist ganz sicher ein starkes Gefühl. Da würdest du doch auch bestimmt zustimmen, oder? Sie fühlt sich bei jedem Menschen anders an und funktioniert auch nicht in jeder Kombination. Schließlich kann der Partner, den deine beste Freundin (oder dein bester Freund) liebt, trotzdem totaler Horror für dich sein. Aber wen oder was kann man eigentlich lieben? Im Grunde landen wir bei drei Kategorien:

  • Lebewesen: Das kann dein Partner sein oder dein Hund. Es ist übrigens statistisch wahrscheinlicher, dass dein Hund immer noch bei dir ist, wenn dein Partner schon seine Koffer gepackt hat.
  • Dinge: Wer schon einmal am Samstag an einer Waschstraße war, sieht es sofort: Der Deutsche liebt sein Auto. Gleich danach kommt der Lieblingsfußballverein. Ach ja, und natürlich Döner, die beliebteste Schnellspeise in Deutschland.
  • Sonstiges: Das kann das Gefühl von Freiheit sein. Oder ein schöner Urlaub. Oder einfach mal nur himmlische Ruhe.

Geld in der Partnerschaft: Die Rechnung, bitte

In jeder Beziehung sind auch Finanzen ein Thema. Meist fängt es schon beim ersten Date an, wenn die Rechnung kommt. Lädt er sie ein, weil es sich so gehört? Zahlt sie ihr Getränk selbst, weil ihr Unabhängigkeit wichtig ist? In jedem Fall ist es eine Situation, die bereits in der Kennenlernphase schon Signale aussendet, die in der späteren Partnerschaft ziemlich wichtig werden können. Denn in festen Beziehungen wird oft gar nicht über die Finanzen gesprochen. Wer also keine Lust hat, sich über das nächste Urlaubsziel oder die Anschaffung eines neuen Autos mit dem Menschen zu streiten, den man liebt, sollte von Anfang an über Geld reden. Und was passiert, wenn es doch zur Scheidung kommt? In Deutschland wird etwa jede dritte Ehe geschieden, ein Ehevertrag wird trotzdem von vielen als unromantisch empfunden. Aber das muss nicht so sein. In vielen Fällen ist so ein Schriftstück auch einfach nur ein Hilfsmittel, das Zusammenleben und die Zeit danach genau so zu gestalten, wie es sich beide Partner voneinander wünschen.   

Besuche im Bordell: Einmal Liebe zum Mitnehmen

Wer über das Thema “käufliche Liebe” redet, landet schnell beim Thema Prostitution, landläufig auch als ältestes Gewerbe der Welt bezeichnet. Und tatsächlich: In Babylon soll schon vor mehr als 3.000 Jahren die sogenannte Tempelprostitution stattgefunden haben. Etwa 1,2 Millionen deutsche Männer – etwa die Hälfte davon verheiratet oder in einer festen Partnerschaft – nehmen jeden Tag die „käufliche Liebe“ in Anspruch. Dass man in Rotlichtvierteln nicht für Liebe bezahlt, geschweige denn diese bekommt, ist den allermeisten Herren der Schöpfung natürlich bekannt. Und falls nicht, reicht schon ein kleiner Spaziergang über die berühmte Herbertstraße auf dem Hamburger Kiez. Die kleine Straße darf übrigens auch von Frauen betreten werden, obwohl oft etwas anderes behauptet wird.

Ein Rotlichtviertel ist also kein Ort, in dem Liebe und Romantik einen hohen Stellenwert haben. Trotzdem berichten Prostituierte immer wieder, dass es vielen Männer nicht nur um den Akt an sich ginge. Manchmal stecken Probleme in Partnerschaften hinter ihren Besuchen oder es wird tatsächlich einfach nur jemand zum Reden gesucht. Und das wiederum ist ja durchaus ein Merkmal, dass sich die meisten Menschen auch in einer glücklichen Partnerschaft wünschen. 

Bezness: Vom Urlaubsmärchen zum Alptraum  

Eine eher unheilvolle Kombination, bei der Liebe und Geld eine große Rolle spielen, ist das sogenannte „Bezness“ (eine Wortneuschöpfung aus den Begriffen „Beziehung“ und „Business“), das vor allem in beliebten Urlaubsregionen wie Tunesien, Marokko oder der Türkei stattfindet – und zwar öfter, als man denkt. Dabei werden in erster Linie europäische Urlauberinnen gezielt von Einheimischen, meist jüngeren Männern angesprochen und umgarnt, bis sie sich schließlich verlieben. Für die oftmals perspektivlosen Männer aus diesen Ländern steht dabei nicht nur finanzielle Zuwendung im Vordergrund, sondern auch die Hochzeit, die nach wenigen Jahren zur deutschen Staatsbürgerschaft und damit zur dauerhaften Aufenthaltserlaubnis führt.

Um dieses Ziel zu erreichen, halten die Männer die Fassade einer liebevollen Partnerschaft oftmals sogar über Jahre aufrecht, bis sie schließlich die Maske fallen lassen. Frauen mit echten Gefühlen haben sich also unfreiwillig etwas erkauft und wurden ausgenutzt. Und bei uns? Natürlich kann Geld und Status auch hierzulande auf andere sehr anziehend wirken. Aber ob daraus echte, dauerhafte Liebe entstehen kann? Das wäre dann wohl genauso glaubwürdig wie ein Märchen aus 1001 Nacht.

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Ãœber Nele, den/die Autor/in

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