Anissa von der BRIGITTE Academy

“Der zweitbeste ETF-Sparplan ist immer noch besser als gar keiner” – Interview mit Anissa von der BRIGITTE Academy

Lesedauer: 5 min

Kommentare: 0

Anissa (30) wohnt in Hamburg und macht in ihrer Freizeit gerne Sport, genießt liebend gerne leckeres Essen und backt hin und wieder. Unter der Woche ist sie im BRIGITTE Headquaters in Hamburg anzutreffen, wo sie nicht nur spannende Artikel zu den Themen Finanzen, Karriere und Weiterbildungen schreibt, sondern ab und zu auch interessante Personen für den Finanz-Podcast „What The Finance?” der BRIGITTE Academy interviewt. 

Anissa, bevor du deinen Job als Online-Redakteurin bei der BRIGITTE Academy angefangen hast, warst du nicht wirklich mit dem Thema Finanzen vertraut. Wie ist es dazu gekommen, dass du dich jetzt bei deiner Arbeit mit Finanzen beschäftigst?

Richtig, von Finanzen hatte ich nicht viel Ahnung und ich habe mir immer gedacht, dass ich damit sicherlich nicht alleine bin. Ich hatte wirklich gar kein Vorwissen, wusste aber natürlich auch, dass ich an meiner finanziellen Situation etwas ändern sollte, um auch später ein entspanntes Leben zu leben. Als Journalistin habe ich ganz oft ein „Erklär-Bedürfnis” – das Gefühl, anderen Leuten helfen zu wollen. Eine gute finanzielle Situation bedeutet Freiheit und Geld erleichtert einem oft das Leben. Durch meinen Job kann ich so auch anderen Frauen dabei helfen, ihre finanzielle Situation in den Griff zu bekommen.

War es ein besonderer Zeitpunkt, der bei dir einen Schalter umgelegt hat?

Dass ich mich um meine Finanzen kümmern wollte, war so ein schleichender Prozess. Es kam quasi von allen Seiten auf mich zu: Meine Arbeitskollegen haben in der Pause ihre Investments in Broker-Apps verglichen, eine andere Freundin hat mir irgendwann von ihrem ETF-Sparplan erzählt und ich habe sie nur gefragt „Woher weißt du denn, wie sowas geht?” Und da wurde auch mir klar, dass auch ich mal etwas ändern sollte bzw. etwas starten muss.

Was macht dir an deinem Job als Redakteurin und Podcasterin am meisten Spaß? Und wie ist es, immer nur Frauen als Zielgruppe zu haben? 

Solange es in Deutschland in vielen Lebensbereichen immer noch keine Gleichberechtigung gibt (z. B. Gender Pay Gap), finde ich es wichtig, dass es Projekte wie die BRIGITTE Academy gibt. Wir wollen Männer ja auch nicht ausschließen oder so, aber Männer hatten jahrzehntelang den Support, und nun brauchen wir Frauen eben ein bisschen „Nachhilfe”. 

Auch auf unseren Events wie der Female Finance Session sehen wir immer wieder, wie sich die Frauen, die in derselben (finanziellen) Situation stecken, gegenseitig behilflich sind – es ist wirklich immer eine besondere Atmosphäre und es kann jede Frage gestellt werden. 

Und was rätst du Frauen, die sich auch gerne mehr mit ihren Finanzen beschäftigen wollen, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen? 

Das Thema Finanzen ist natürlich sehr groß. Deshalb hilft es, sich zu Beginn erst einmal einen richtigen Überblick verschaffen. Man muss quasi einen Kassensturz machen – sei es auf Papier oder in einer App. Es hilft nicht, nur zu glauben, wie viel Geld man im Monat zur Verfügung hat, deshalb sollte man alle Ein- und Ausgaben genau kennen. Wenn man das getan hat, kann man über die eigenen finanziellen Ziele nachdenken: Für was möchte ich sparen? Wie viel kann ich monatlich sparen? Muss ich vielleicht noch Schulden abbezahlen? 

Erst wenn man die Grundlagen geklärt hat, kann man darüber nachdenken, wie man sein Geld sparen oder investieren möchte.

In eurem Podcast unterhältst du dich oft mit Finanz-Expertinnen. Was sind die drei besten Tipps, die du von ihnen erhalten hast?

  1. Fang an! Frauen informieren sich immer sehr viel, schließen aber am Ende oft keinen Sparplan ab. Auch der zweitbeste ETF-Sparplan ist besser als gar keiner.
  2. Du benötigst nicht viel Geld. Du kannst auch schon als Student/in 25 € monatlich zurücklegen – je früher, desto besser. Das macht sich dann später durch den Zinseszinseffekt bezahlt! 
  3. Rede über Geld und brich dieses Tabuthema. Unterhalte dich mit deinen Kolleginnen, Freundinnen und Geschwistern über das Thema Geld und Finanzen, so kann man wirklich viel voneinander lernen!

Tolle Tipps! Magst du uns zu guter Letzt noch verraten, wofür du eigentlich sparst, Anissa? 

Klar. Ich spare jedes Jahr für eine größere Reise. Dann geht’s meistens im Sommer oder Herbst los und dann möchte ich im Urlaub auch mal nicht auf mein Geld achten – da gibt’s dann auch gerne mal einen zweiten Cocktail oder so! Und natürlich spare ich auch privat für meine Altersvorsorge.

 

Sei dir bewusst, dass Investieren Risiken birgt und du deine Investments (zum Teil) verlieren kannst. 

Hinterlasse einen Kommentar

Andere können deine E-Mail-Adresse nicht sehen.

Gut zu wissen: Peaks hat das Recht, Kommentare zu entfernen, die eine unangemessene Sprache enthalten oder inhaltlich nicht zum Blog beitragen.