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Früher in Rente gehen – mit diesen fünf Tricks

21 April, 2020 - von Nele

5 min

Wer träumt nicht davon, früher in Rente zu gehen und die Zeit zum Reisen, für Hobbys, Freunde und Familie zu nutzen, anstatt noch bis ins hohe Alter arbeiten zu müssen? Ob es möglich ist, in Deutschland früher in Rente zu gehen, wie viel Geld du in deinem Ruhestand brauchen wirst und mit welchen Tricks du früher in Rente gehen kannst, erklären wir dir in diesem Blogartikel.

Früher in Rente gehen? Ist das in Deutschland überhaupt möglich? 

Für alle Versicherten, die ab 1964 geboren sind, liegt das Renteneintrittsalter in Deutschland bei der Vollendung des 67. Lebensjahres. Das betrifft Frauen genauso wie Männer. Für alle Jahrgänge zwischen 1952 und 1964 erfolgt die schrittweise Anhebung vom 65. auf das 67. Lebensjahr. Voraussetzung für eine Zahlung ohne Abschläge ist, dass du mindestens 65 Jahre alt bist und 45 Jahre lang mit Pflichtbeiträgen nachweisen kannst. Dazu zählen auch Pflichtbeiträge aus Zeiten der Kindererziehung, aus nicht erwerbsmäßiger Pflege, Krankengeldbezug, Minijobs sowie Zivil- und Wehrdienstzeiten. Was nicht zählt, sind Zeiten, in denen du z. B. Arbeitslosengeld I oder II bezogen hast.

Fazit: Selbstverständlich kannst du frühzeitiger als mit 65 bzw. 67 Jahren in den Ruhestand gehen, Rentenzahlungen kannst du aber erst mit 65 bzw. 67 Jahren erwarten. Stelle als Versicherter beim Deutschen Rentenversicherung Bund zunächst einen Antrag – damit die Zahlung rechtzeitig beginnt, solltest du ihn mindestens 3 Monate vor deinem Rentenbeginn stellen. Mehr zum Rentensystem in Deutschland erfährst du in diesem Artikel

Wie ist die Entwicklung des Renteneintrittsalters in Deutschland?

Im Jahr 2018 lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter in Deutschland bei ca. 64,1 Jahren. Die Deutschen arbeiten also im Schnitt rund zwei Jahre länger als noch vor zwanzig Jahren. Auf der anderen Seite steigt der Wunsch nach einer ausgewogenen Work-Life-Balance und die Sehnsucht nach einem frühen Eintritt in die Rente. 

Muss ich mit Abschlägen rechnen, wenn ich früher in Rente gehe? 

Wer bereits mit 63 Jahren Rente beziehen möchte und nicht auf die vorgeschriebenen 45 Versicherungsjahre kommt, muss mit Abschlägen rechnen. Nur wenn du dein reguläres Renteneintrittsdatum abwartest, beziehst du deine Altersrente ohne Abschläge. 

5 Tricks, mit denen du früher in Rente gehen kannst

  1.  Leiste ab dem 50. Lebensjahr eine Sonderzahlung an die Rentenkasse, um keine Abschläge bei der Rente in Kauf nehmen zu müssen
  2. Nutze die Flexi-Rente der Bundesregierung – die vorgezogene Altersrente mit dem Hinzuverdienst
  3. Nutze das Arbeitszeitkonto – wenn dein Arbeitgeber mitspielt, kannst du bei der Rentenversicherung ein solches Konto einrichten und dort „Überstunden und nicht genommenen Urlaub einzahlen“, um dieses Guthaben vor dem eigentlichen Rentenbeginn in Anspruch nehmen zu können
  4. Prüfe außerordentliche Ansprüche – bestimmte Personen können früher – ohne Abschläge – in den Ruhestand gehen, wenn sie Berufssoldat waren, sehr lange einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgegangen sind oder eine attestierte 50%ige Behinderung haben oder 45 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben 
  5. Nimm Abschläge hin – wenn dir deine Freizeit mehr wert ist und du mit den Abschlägen aufgrund einer vorzeitigen Rente leben kannst

Wie viel Geld brauche ich im Ruhestand zum Leben?

Die meisten Menschen kommen im Alter mit weniger Geld zum Leben aus, als sie zum Ende ihres Berufslebens zuletzt zur Verfügung stehen hatten. Zuletzt ging man davon aus, dass man mit ca. 70 % seines letzten Nettogehalts im Alter ohne große Einschnitte gut leben kann. Da die täglichen Lebenskosten aber gestiegen sind und Rentner heute im Allgemeinen wesentlich reiselustiger und konsumgetriebener als früher sind, geht man heute von 80 – 85 % des letzten Nettogehalts aus. Was man allerdings auch beachten sollte, ist, dass das Rentenniveau immer weiter sinkt und bereits heute das sorgenlose Rentendasein durch eine hohe Rentenversorgungslücke mehr Traum als Wirklichkeit zu werden scheint. Insofern ist es unbedingt ratsam, die gesetzliche Rente durch eine private Altersvorsorge aufzustocken und sich nicht allein auf die gesetzliche Rente zu verlassen.

  1. Medizinische Behandlungen und Medikamente
  2.  Steigende Energiekosten, da du mehr Zeit zu Hause verbringen wirst
  3.  Miete – sofern du kein Eigenheim besitzt – plus eventuelle Umzugskosten
  4. Neue Hobbys und Unternehmungen
  5. Reisen zu deinen Traumzielen
  6. Geschenke für deine Liebsten
  7. Renovierungsarbeiten in Haus und Garten
  8. Unterstützung bei der Pflege deines Haushalts und/oder Gartens 
  9. Finanzielle Unterstützung für deine Kinder oder Enkelkinder
  10. Grabpflege und Kosten für Beisetzungen

Zusätzliches Geld sparen, um früher in Rente zu gehen

Um zusätzlichen Geld für den Ruhestand zu sparen und früher in Rente gehen zu können, setzen die Deutschen auf Tagesgeldkonten, Sparbücher, Bausparverträge und Lebensversicherungen sowie betriebliche Altersvorsorgelösungen. Viele haben auch den Vorteil eines Eigenheims für sich erkannt und zahlen eine Hypothek ab, um im Alter mietfrei wohnen zu können. Eine weitere Möglichkeit, um für deinen Vorruhestand vorzusorgen, ist die clevere Anlage deines Geldes.

Früher in Rente dank einer privaten Altersvorsorge

Die wohl beste Möglichkeit, um früher in Rente gehen zu können, ohne finanzielle Einbußen der staatlichen Rente hinnehmen zu müssen, ist und bleibt die private Altersvorsorge. Ein Thema, was für Selbstständige heute eine Selbstverständlichkeit sein sollte, da sie in der Regel nicht in die gesetzliche Rente einzahlen. Mehr zur Rente für Selbstständige erfährst du in diesem Artikel. Für die private Altersvorsorge eignen sich verschiedene Altersvorsorgelösungen wie die Riester-Rente, Rürup-Rente, die betriebliche Altersvorsorge und auch eine private Altersvorsorge mit ETF.

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