Freiheit und Geld: Eine Friedenstaube und Geld

Freiheit und Geld: Hat Unabhängigkeit ein Preisschild?

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Die Corona-Krise hat bei vielen Menschen nicht nur für große Einschnitte im Alltag gesorgt, sondern auch finanziell. Eine Frage ist daher aktueller denn je: Wie wichtig ist finanzielle Unabhängigkeit eigentlich für unsere Freiheit? Entsteht das Gefühl von Freiheit wirklich auf dem Bankkonto oder durch Erlebnisse und Erfahrungen? In diesem Artikel beleuchten wir das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven.

Wie frei ist die Marktwirtschaft?

Wir leben in einem Wirtschaftssystem, in dem Produkte und Dienstleistungen auf Nachfrage gegen Geld getauscht werden. Etwa 40 Millionen Menschen mit Wohnsitz in Deutschland sind erwerbstätig und stellen ihre Arbeitskraft zur Verfügung. Gut so: Schließlich würde keiner ein Brötchen auf dem Frühstückstisch vorfinden, wenn es niemand gibt, der es auch gebacken hat. Der eine backt, der andere liefert und wieder einer verkauft es. Alle sind zufrieden und profitieren voneinander. Soweit die Theorie – leider sprechen aktuelle Meinungsumfragen eine andere Sprache, denn tatsächlich ist nur jeder zweite Deutsche mit seinem Job zufrieden, fünf Millionen Deutsche haben ihren Job sogar bereits innerlich gekündigt. Eine bemerkenswerte Zahl, wenn man sich vor Augen führt, dass der Arbeitsplatz etwa ein Drittel der Tageszeit beansprucht. Warum hält man an einem Job fest, den man nicht mag? Und was hat das mit Freiheit zu tun? 

Zeit gegen Geld tauschen

Spätestens jetzt wird klar: Die Hälfte der Deutschen arbeitet nicht, weil sie der Job ausfüllt, die Kollegen so nett sind oder weil er als sinnstiftend empfunden wird. Sie arbeiten, weil sie Geld dafür erhalten. Lebenszeit wird gegen Geld getauscht. Auch, wenn du zu denjenigen gehörst, die ihren Traumjob ergattert haben, der dich rundherum glücklich macht, gilt: Wer arbeitet, spendet Lebenszeit, in der er auch andere Dinge tun könnte, die das Leben bereichern. Ferne Länder besuchen, endlich mal einen Roman schreiben oder mehr Zeit mit der Familie verbringen. Für die meisten Menschen wiegt regelmäßiges Einkommen also so viel auf, dass sie auch einen ungeliebten Job übernehmen und dafür einen großen Teil ihrer Lebenszeit investieren. Das erzielte Geld mag oft mühsam und unliebsam verdient sein, dafür sorgt es aber an anderer Stelle für Freiheiten. Da ist er also: Der unbestreitbare Zusammenhang zwischen Geld und Freiheit, dem sich nur wenige entziehen können oder wollen. 

Kann man Freiheit kaufen?  

Echte Zufriedenheit und Glückseligkeit kann man mit Geld allein wahrscheinlich nicht kaufen. Aber wie sieht es mit Freiheit aus? Kann man sie kaufen? Klar, man kann diese Frage nicht allgemeingültig beantworten, da jeder Mensch Freiheit anders definiert. Es gibt aber ein paar allgemeingültige Aspekte, die fast alle Menschen teilen und die man betrachten kann. Was also ist Freiheit, die durch Geld ermöglicht wird? 

Ganz einfach: Im Grunde ist es die Summe der Möglichkeiten, die du hast, und die du ohne Geld eben nicht hättest. Nehmen wir deine Gesundheit. Sie ist sicherlich mehr wert als alles Geld, aber nur mit den passenden Finanzen hast du die Möglichkeiten schneller und meist auch besser behandelt zu werden. Ohne private Krankenversicherung einen Termin in den nächsten drei Tagen bekommen? Eher schwierig. Drei Monate den Job pausieren, um die Welt zu bereisen ohne das nötige Kleingeld im Sparstrumpf? Klingt nach einem riskanten Abenteuer. Was auch immer du vorhast, du musst es nicht tun, aber du könntest es – das ist Freiheit.

Du kannst deine finanzielle Freiheit natürlich auch auf andere Menschen übertragen und ihnen mit deinem Geld helfen. Ganz gleich, ob du an eine Organisation spendest oder einem Freund unterstützt. Wenn wir also sagen, Freiheit ist immer die Summe der Möglichkeiten, die du hast, dann trifft es in vielen Fällen zu: Dann kann man sich Freiheit mit finanzieller Unabhängigkeit kaufen.

Am Ende zählen die Erlebnisse

Auch wenn dir Geld eine Bandbreite an Möglichkeiten bietet, solltest du eines im Hinterkopf behalten: Finanzielle Unabhängigkeit allein wird dir nicht das Gefühl von totaler Freiheit geben. Erinnere dich an zurückliegende Erlebnisse, bei denen du dich frei gefühlt hast. Wahrscheinlich fallen dir jetzt auch Beispiele ein, bei denen Geld keine große Rolle gespielt hat. Ein schöner Waldspaziergang oder auch ein inspirierendes Gespräch mit einem guten Freund. Geld ist also immer nur ein Werkzeug, das zwar viel Freiheit ermöglichen kann, aber nicht zwangsläufig immer zum Einsatz kommen muss. 

Letztendlich geben uns Erfahrungen und Erlebnisse das Gefühl von Freiheit. Freiheit entsteht im Kopf und nicht auf dem Bankkonto. Es ist ratsam, seine Träume und Ziele so aufzuteilen, dass klar ist, welche davon Geld erfordern und welche nicht. Wenn man so denkt, kann man einen guten Weg finden, unterschiedliche Arten von Freiheit miteinander zu kombinieren. Und das wird dich zu einem ausgeglichenen und glücklichen Menschen machen. Ein guter Plan ist alles! 

Mach dich frei mit Peaks

Die kleinen Beträge, die du mit Peaks zurücklegst, sind ebenfalls ein gutes Beispiel für viele kleine Freiheiten. Ganz gleich, ob du Geld für eine Reise investierst oder für deinen Lebensabend investierst – im Alltag werden dir die zurückgelegten Centbeträge nicht fehlen. Trotzdem kann aus ihnen irgendwann einmal etwas Großes entstehen. Freiheit ist also immer auch die Möglichkeit, seine Zukunft selbst zu gestalten, ohne im Hier und Jetzt Kompromisse eingehen zu müssen.   

Sei dir bewusst, dass Investieren Risiken birgt und du deine Investments (zum Teil) verlieren kannst.

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