Die Sony-Aktie

Wir stellen vor: die Sony-Aktie

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In dieser Rubrik stellen wir immer eine Aktie vor, in die du über einen der Indexfonds bei Peaks investierst. Diesmal: die Sony-Aktie.

Vielleicht kennst du Sony von deinen wöchentlichen FIFA-Spielen auf der Playstation. Oder du siehst dir manchmal lustige Filme auf deinem Xperia-Smartphone an. Das ist nur eine kleine Auswahl der vielen Produkte, die das japanische Unternehmen herstellt. Die Sony-Aktie gehört bei Peaks zum pazifischen Aktien-Indexfonds UBS ETF (LU) MSCI Pacific Socially Responsible UCITS ETF (USD) A-dis. (In der Tat eine ziemlich lange und komplizierte Bezeichnung … Hier erklären wir dir, wofür alle diese Abkürzungen stehen.)

Elektrischer Reiskocher

Die Geschichte von Sony beginnt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. 1946 gründete Masaru Ibuka die Fabrik Tokyo Tsushin Kogyo (TTK), wo „der Geist der Freiheit“ und eine offene Haltung etwas zur japanischen Volkskultur beitragen konnten. Nach wenigen Monaten tritt Ibukas Freund Aiko Morita in das Unternehmen ein. Schon während des Krieges wurde nach neuen Produkten geforscht.

Als erstes entwickelte das Duo einen elektrischen Reiskocher, doch dieses Experiment scheiterte an technischen Problemen. Daraufhin konzentrierte sich das Unternehmen auf die Herstellung von Tonbandgeräten und Transistorradios, und mit letzteren erzielte es große Erfolge.

Wie der Name „Sony“ entstand

Die Transistorradios wurden auch in Amerika verkauft und der Verkauf war sehr erfolgreich. Es gab jedoch ein Problem: Amerikaner konnten den Namen „Tshuhin Kogyo“ nicht aussprechen. Morita erfand 1955 den neuen Namen „Sony“ – in Anlehnung an das lateinische Wort „sonus“, was so viel wie „Klang“ bedeutet.

Ab diesem Zeitpunkt ging es steil bergauf mit dem japanischen Unternehmen. Ende 1958 ging Sony in Japan an die Börse. Und 1970, also zwölf Jahre später, ging das Unternehmen auch in New York an die Börse. Zu dieser Zeit brachte Sony viele neue Produkte auf den Markt, so zum Beispiel Fernsehgeräte (1960), Kopfhörer (1968) und Videokameras (1981).

Walkman

1979 brachte Sony ein revolutionäres Gerät auf den Markt, mit dem man auch unterwegs Musik von einer Kassette hören konnte: den legendären Walkman. In dieser Zeit eine bahnbrechende Entwicklung. Trendsetter mussten jedoch tief in die Tasche greifen. Anfangs kostete ein Walkman umgerechnet um die 750 €. Trotz des Erfolgs des Walkmans erlebte das japanische Unternehmen in den achtziger Jahren eine schwierige Zeit. Infolge der Krise gaben die Verbraucher weniger Geld aus, was zu einem Umsatzrückgang führte.

Aber die Rettung des Unternehmens ließ nicht lange auf sich warten. Norio Ōga graduierte 1957 an der Hochschule der Künste in Berlin und stieß 1959 zu Sony, wo er 1982 Präsident und COO des Konzerns wurde. Vor allem für CDs erkannte er eine große Zukunft. Sony hatte mehrere Jahre lang mit Philips an der Entwicklung der sogenannten Compact Disc gearbeitet, die wir heute als CD kennen. Der Firmenlegende nach wollte Norio Ōga für CDs unbedingt eine Spielzeit von 74 Minuten erreichen, damit auf einer CD die gesamte 9. Sinfonie Beethovens angeboten werden konnte. Die Größe der ursprünglichen CDs mit einer Spielzeit von 60 Minuten wurde also geändert, um eine Gesamtlaufzeit von 74 Minuten zu erreichen.

Unterhaltungselektronik als Kerngeschäft

Musik spielte bei Sony eine immer wichtigere Rolle. 1988 übernahm der Konzern die amerikanische Plattenfirma CBS Records für 2 Milliarden Dollar. Damit hatte das Unternehmen mit einem Schlag große Namen wie Michael Jackson, Abba und The Backstreet Boys unter Vertrag. Heute sind Superstars wie Beyoncé, Pharrell Williams und Martin Garrix bei Sony.

1993 gründete Sony die Abteilung Computer Entertainment für die Entwicklung einer Spielkonsole. Ein Jahr später kam die erste Playstation auf den Markt. Heute ist Sony Marktführer in der Herstellung von Spielkonsolen und es wurden bereits über 525 Millionen Playstations verkauft.

Für jeden 29. Weltbewohner eine Playstation

Die Abteilung Entertainment erwirtschaftet etwa die Hälfte der Einnahmen von Sony. Die Playstation verkauft sich nach wie vor extrem gut. Und auch das Musikgeschäft ist äußerst erfolgreich. Darüber hinaus ist Sony mit Filmen und Serien wie Spiderman, Better Call Saul und Outlander hervorragend auf dem Markt vertreten. Die andere Hälfte der Einnahmen des Konzerns stammt aus dem Verkauf von Fernsehgeräten, Kameras, Audiogeräten, Mobiltelefonen und Computerchips. Insgesamt erzielte das japanische Unternehmen im Geschäftsjahr 2018/2019  einen Umsatz von rund 72 Milliarden €.

In den letzten fünf Jahren ist die Sony-Aktie von rund 23 € auf knapp 61 € (Stand 31. Dezember 2019) gestiegen. Der Börsenwert des Unternehmens beläuft sich auf 78 Milliarden €. Das entspricht ungefähr dem Gegenwert von 260 Millionen Playstations. Mit dieser Summe könnte man für jeden 29. Menschen auf der Welt eine Playstation kaufen.

Arbeitet das Unternehmen Sony umweltbewusst?

Ja, auf jeden Fall! Sony hat eine klare Nachhaltigkeitspolitik. Der japanische multinationale Konzern verwendet für die Herstellung seiner Produkte, wo immer es möglich ist, Recyclingmaterial. Zudem gestaltet Sony seine Produkte so leicht und energieeffizient wie möglich, um möglichst wenig Ressourcen zu verbrauchen und damit die Produkte ein Minimum an Strom benötigen. Die kompakte Bauweise der HT-SF200 Soundbar ist dafür ein gutes Beispiel. Die Soundbar ist klein und kann daher einfach transportiert werden. Und die Verpackung des Unterhaltungsroboters AIBO wird zu 50 % aus recycelten PET-Flaschen hergestellt.

Über den pazifischen Aktien-Indexfonds

Der Pazifik-Indexfonds, in den du mit Peaks investierst, enthält derzeit (basierend auf Daten von Ende März 2020) 103 Aktien. Sony ist eine davon. Sony belegt den ersten Platz in der Liste der zehn „größten“ Aktien dieses Indexfonds ‒ die Aktien mit dem größten Gewicht in diesem Index. Sony macht derzeit 5,48 % des Fonds aus. Die darauf folgenden Plätze nehmen CSL, KDDI, Nintendo und NTT Docomo ein.

Mit dem pazifischen Indexfonds investierst du in Unternehmen aus Australien, Neuseeland, Hongkong, Japan und Singapur. Dieser Fonds ist in zehn Sektoren aufgeteilt: von Finanzdienstleistungen über Informationstechnologie-Werte bis zur Gesundheits- und Energiebranche. Der Anteil von Sony ist Teil des Nicht-Basiskonsumgüter-Sektors, auch als „Sektor des zyklischen Konsums“ bezeichnet. Diese Branche ist in hohem Maße von der Wirtschaftslage abhängig. In wirtschaftlich schweren Zeiten wird weniger Geld für diese Produkte ausgegeben als etwa für Basiskonsumgüter wie Lebensmittel oder Hygieneartikel. Kaum jemand kauft in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eine Playstation oder einen Unterhaltungsroboter. Daher kann die Dividende von Sony schwanken.

So viel von deinem Geld investierst du in die Sony-Aktie

Wenn du 100 € pro Monat bei Peaks anlegst, hängt es von dem von dir gewählten Portfolio ab, wie viel von diesem Betrag in die Sony-Aktie investiert wird. Wenn du „Mild“ investierst, sind es abgerundet 0,20 €, bei „Würzig“ 0,36 €, bei „Scharf“ 0,41 € und bei „Feurig“ 0,56 €.

 

Das nächste Mal stellen wir dir wieder eine Aktie vor. Hast du Fragen oder Anmerkungen? Hinterlasse uns einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag!

Wichtig zu wissen: Indexfonds sind wie Körbe mit Aktien oder Anleihen, mit denen versucht wird, die Zusammensetzung und Rendite eines Börsenindexes bestmöglich zu kopieren. Die Zusammensetzung eines Index und damit auch eines Indexfonds wird nicht für immer festgelegt. Einmal im Halbjahr wird der Index vom Entwickler des Indexfonds neu bestimmt (bei Peaks sind dies UBS, DAM und Blackrock). Um in den Index aufgenommen zu werden, müssen die Unternehmen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Sind diese immer noch nachhaltig genug? Wird das Unternehmen übernommen? Oder ist es in Schwierigkeiten? Anhand solcher Fragen wird der Index neu bestimmt. Daher kann es vorkommen, dass die Aktie eines Unternehmens zunächst in einen der Peaks-Indexfonds aufgenommen, später aber wieder aus diesem herausgenommen wird. Peaks hat keinen direkten Einfluss auf die Zusammensetzung der Indexfonds selbst.

Wichtig: Dieser Artikel ist nicht als Anlageberatung gedacht, sondern soll über Unternehmen informieren, die zu den Indexfonds gehören und in die du über Peaks investierst.

 

Sei dir bewusst, dass Investieren Risiken birgt und du (einen Teil) deines Investments verlieren kannst.

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