Schankende Kurse um den Cost-Average-Effekt darzustellen

Der Cost-Average-Effekt einfach erklärt

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Der Cost-Average-Effekt, auch Mischkosten- oder Durchschnittskosteneffekt genannt, entfaltet seine Kraft vor allem dann, wenn die Märkte sinken. Aber wie soll das funktionieren und profitieren wir tatsächlich in Zeiten von sinkenden Aktienpreisen? Hier gibt’s die Antwort!

Der Cost-Average-Effekt kurz beschrieben

Erwirbt ein Anleger regelmäßig zum selben Betrag seine Anteile, so kauft er bei fallenden Kursen mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger – logisch. Der Cost-Average-Effekt ist dabei das Ergebnis deines Sparplans und macht deutlich, dass du als Anleger mit einem langfristigen Sparplan risikoärmer investierst und vermeidest, zum falschen Zeitpunkt mit dem Investieren zu starten. Natürlich kannst du auch Glück haben und mit einer Einmalanlage investieren, kurz bevor der Wert anhebt und so mehr Rendite erzielen.

Sieh es so: Du tankst jede Woche für 30 € und merkst, dass er der Tank manchmal länger hält, obwohl du die gleiche Kilometeranzahl zurücklegst? Das liegt daran, dass sich der Literpreis natürlich jede Woche ein bisschen verändert. Manchmal erhältst du für deine 30 € vielleicht um die 23 Liter Benzin und manchmal nur 21 Liter. Bei günstigen Preisen tankst du also automatisch mehr Liter als bei hohen Preisen und dadurch wird der durchschnittliche Tankpreis gesenkt.

Der Cost-Average-Effekt am Beispiel eines Aktienkaufs

Stell dir vor, du hast vor einem Monat einmalig eine Aktie für 10 € erworben. Bis heute hat sich der Wert der Aktie gesteigert und einen Wert von 15 € erreicht. In diesem Fall hast du eine gute Rendite erzielt – insgesamt 50 %. Investierst du regelmäßig und hast diese Aktie zum Wert von 10 € und heute im Wert von 15 € gekauft, so hast du die Aktie zum Durchschnittswert von 12.50 € gekauft. Na toll, das ist ja weniger Rendite als bei dem einmaligen Kauf. 

Für jemanden, der regelmäßig investiert und einen langen Atem hat, ist es positiv, wenn die Kurse zeitweise sinken. – Peter Lynch

Aber: Stell dir vor, der Wert wäre um 5 € gesunken, dann hättest du bei einem einmaligen Kauf natürlich an Rendite verloren. Wenn du jedoch regelmäßig investierst und die Aktie zum Wert von 15 € und 10 € gekauft hast, hast du – wie oben bereits erwähnt – die Aktie zum Durchschnittswert von 12.50 € gekauft. So kannst du den Cost-Average-Effekt also vor allem bei schwankenden und fallenden Kursen zu deinem Vorteil nutzen, sobald sich der Markt wieder erholt!

Vorsicht bei Einmalanlagen

Richtig, wie du oben gesehen hast, kannst du mit einmaligen Investitionen auch mehr Rendite als mit regelmäßigen Investitionen machen. Allerdings musst du dir im Klaren sein, dass du die Zukunft nie vorhersehen kannst und nie weißt, wann Kurse fallen oder steigen. Das bedeutet, dass du also auch hohe Verluste mit Einmalanlagen machen kannst – denn wer hat schon eine Glaskugel und kann den Verlauf des Markts vorhersagen?

Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass viele Einmalanleger bei fallenden Kursen oft in Angst und Panik verfallen und so auf eine harte Probe gestellt werden. Das ist dann nicht nur psychologisch eine Herausforderung, sondern auch oft mit Verlusten verbunden, da Anleger ihre Investitionen in Zeiten von fallenden Kursen verkaufen, da sie davon ausgehen, dass die Kurse noch weiter fallen. 

Was spricht also noch dagegen, langfristig, regelmäßig und passiv zu investieren?

 

Sei dir bewusst, dass Investieren Risiken birgt und du deine Investments (zum Teil) verlieren kannst.

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