Black Friday

6 Verkaufstricks, auf die du am Black Friday nicht hereinfällst

Lesedauer: 5 min

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Heute ist Black Friday, der amerikanische “Feiertag”, der auf rätselhafte Weise auch nach Deutschland gekommen ist. Der Tag, an dem fast alle Geschäfte enorme Rabatte auf ihre Produkte gewähren. Sollte man die Chance dann wirklich nutzen? Oder ist es besser, einen kühlen Kopf zu bewahren und den Geldbeutel geschlossen zu halten?

Es wäre doch traurig, das halbe Gehalt an einem Tag auszugeben (oder extra Geld vom Peaks-Konto abzuheben), nur weil Produkte plötzlich enorm reduziert sind. Es sei denn, du benötigst schon seit einer Weile einen neuen Laptop oder die teuren Winterstiefel, die dir auch schon letzten Winter so gefielen. 

Einzelhändler und Webshops versuchen, dein Verhalten auf unterschiedliche Weise zu beeinflussen, mit nur einem Ziel: Verkaufen, verkaufen und nochmal verkaufen. Sie wenden alle möglichen Tricks an, um sicherzustellen, dass du mehr ausgibst, als du geplant hast. Aber nachdem du diesen Artikel gelesen hast, fällst du hoffentlich nicht mehr darauf herein. 

1 Gefälschte Preise

Viele nennen Black Friday nicht umsonst auch Fake Friday. Viele Einzelhändler spielen mit ihren Preisen. Es ist gut möglich, dass du als Verbraucher keine Ahnung hast, wie hoch der ursprüngliche Verkaufspreis eines Produkts ist. Einzelhändler verwenden häufig den vom Hersteller empfohlenen Einzelhandelspreis als den ursprünglichen Preis. Der empfohlene Verkaufspreis ist jedoch neun von zehnmal höher als der Verkaufspreis.

Zum Beispiel: Du siehst einen Esstisch für 575 €, der ursprünglich 875 € gekostet hat. “Wow, was ein Schnäppchen!” denkt man sich da. Was du allerdings nicht weißt, ist, dass der Tisch das ganze Jahr über für 625 € verkauft wird. Anstelle von 300 € erhältst du 50 € Rabatt. Aber oft ist der Ladenbesitzer der einzige, der das weiß.

2 Das Knappheitsprinzip

Der Black Friday ist das Musterbeispiel für das Knappheitsprinzip. Alle diese Rabatte gelten nur an diesem bestimmten Freitag. Morgen wirst du zu spät kommen, also musst du JETZT anfangen. Auf diese Weise kannst du mehr kaufen, als du möchtest.

“Wow, ein Entsafter mit 60 % Rabatt! Ich bin verrückt, wenn ich es nicht kaufe!” Äh, nein. Du bist verrückt, wenn du es tust. Du wolltest überhaupt keinen Entsafter. Gierig wirst du nur durch die Rabatte, die nur heute gelten.

3 Reaktion auf Herdenverhalten

Wir glauben gerne, dass wir bei unseren Entscheidungen unabhängig sind, aber die meisten Menschen neigen dazu, der Mehrheitsmeinung zu vertrauen. Infolgedessen hast du die Worte “meistverkauftes Produkt”, “unzählige andere sind Ihnen vorausgegangen”, “Rekordverkäufe” oder “beliebteste Wahl” übergangen, und du tätigst immer noch diesen Kauf (obwohl du ihn nicht benötigst hast).

4 Jongliere mit Zahlen

Die Nummer 9 tut uns etwas an. Der tatsächliche Unterschied zwischen einem Pullover von 50 € oder dem gleichen Pullover für 49,99 € ist natürlich praktisch gleich Null. Letzteres fühlt sich jedoch unbewusst viel günstiger an. Das ist, weil es ungefähr vierzig ist, viel billiger als eine Zahl, die mit “50” beginnt!

Was Einzelhändler häufig tun, ist ein Vergleich, der in einer Millisekunde berechnet werden kann. Also ein Angebot von 20 € bis 18 €. Seltsamerweise funktioniert das besser als von 20 € bis 17,95 €. Außerdem wird es nicht nur mit Zahlen gespielt, sondern auch mit Währungen. Wenn Sie “€” oder “$” weglassen und nur die Zahl angeben, legen die Einzelhändler weniger Wert auf das Geldelement. Auf diese Weise wirst du unbewusst weniger stark daran erinnert, dass du bezahlen musst. Und so sind wir eher geneigt, eine Espressomaschine zu kaufen, wenn es für “89” online steht, als für 89 €.

5 Relativ günstige Angebote

Auf einem Kleiderständer im Geschäft hängen nur Hosen, Hemden und Pullover im Wert von rund 200 Euro. Und dann gibt es da plötzlich diesen einen Pullover für 100 Euro. Wow, ein richtiges Schnäppchen! Ja, im Vergleich zu den anderen Klamotten, aber was ist mit der Qualität des Pullovers? Wahrscheinlich ist der Pullover immer noch viel zu teuer, aber der Verkäufer weiß, dass wir darauf nicht achten.

6 Irreführende Farben

Auf einer unbewussten Ebene können Farben unser Verhalten beeinflussen. Wenn ein Geschäft Blau verwendet, wirkt es zuverlässig. Grün wirkt warm und einladend auf uns und steht für Gesundheit, Umwelt und Wohlbefinden. Während das Geschäft dahinter möglicherweise weniger “grün” ist, als es uns erscheint. Achte besonders auf Gelb, denn diese Farbe lässt alles etwas günstiger erscheinen. Und dann gibt es noch Rot – die Farbe, die uns gieriger macht. Kein Wunder, dass die beiden letzten Farben von McDonalds stammen 😉

Wusstest du schon?

Einige Firmen (u. a. aus der Modewelt) unterstützen den Black Friday nicht mehr. Dazu gehört zum Beispiel Monki, eine Marke des schwedischen Modekonzerns Hennes & Mauritz AB. Dies kündigte das Modehaus am Montag unter dem Motto “Black Fri-Nay” via Newsletter und in den sozialen Medien an. Den Lesern wird erklärt, dass Monki Teil der Lösung sein möchte und nicht Teil des Problems. Und sie würden sich freuen, wenn sie von vielen auf dieser Reise begleitet werden würden. Begleitest du sie?

 

Sei dir bewusst, dass Investieren Risiken birgt und du deine Investments (zum Teil) verlieren kannst.

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