Geld

100 Millionäre im Interview – Einblicke in das Finanzverhalten von Millionären

15 März, 2021 - von Nele

5 min

Was haben Millionäre getan, um reich zu werden – und zu bleiben? Welche Investments haben sie getätigt und wie haben sie gespart? Der bekannte Finanzblogger John (der seinen Nachnamen nicht online preisgibt) hat insgesamt 100 Millionäre für seine Webseite ESI Money interviewt. In diesem Artikel stellen wir alle wissenswerten Learnings und Insights aus den Gesprächen vor und zeigen dir einen Einblick in das Finanzverhalten von Millionären.

1. Millionäre haben ein hohes Einkommen

Keine Überraschung. Die meisten Millionäre haben ein höheres Jahreseinkommen als der Durchschnitt zur Verfügung. Aus gutem Grund: Sie haben einfach ein gutes Gespür dafür, an welchen Punkten sie etwas mehr Zeit und Energie investieren müssen, um später finanzielle Erfolge zu ernten. Mit dem goldenen Löffel im Mund geboren? Fehlanzeige. Die meisten Millionäre haben ihre finanzielle Karriere tatsächlich mit einem sehr bescheidenen Einkommen begonnen. 

2. Die Work-Life-Balance ist eine Herausforderung

Wer viel verdienen will, muss auch viel arbeiten. Gerade zu Anfang haben die meisten Millionäre sehr viel Zeit in den Aufbau ihrer Karriere gesteckt. Dazu braucht man nicht nur einen starken Willen, sondern vor allem auch einen Partner, der mitzieht. Allerdings haben die meisten mit den Jahren ihr Arbeitspensum auch wieder auf ein erträgliches Maß heruntergefahren – besonders dann, wenn eigene Kinder da sind. 

3. Millionäre haben mehr als eine Einkommensquelle

Etwa 62 % der von John befragten Millionäre hatten mindestens eine zusätzliche Einkommensquelle. Der Klassiker schlechthin: Die Investition des erwirtschafteten Geldes aus dem „Hauptjob“ in unterschiedliche Immobilien. Die meisten Millionäre entwickeln also mehrere Einkommensströme, die sie miteinander verbinden und mit denen sie ihr Vermögen exponentiell vermehren.   

4. Millionäre sparen einen Großteil

Wer mehr Geld haben will, darf sich nicht nur auf sein Einkommen verlassen, sondern muss sparen. Die befragten Millionäre geben im Durchschnitt 90.000 US-Dollar im Jahr aus, während sie gleichzeitig 250.000 US-Dollar verdienen. Fast alle Millionäre sparen also den Großteil ihres Einkommens. Daraus folgt: Auch das kleinste Sparguthaben kann mit der Zeit wachsen und dafür sorgen, dass das Nettovermögen wächst. 

5. Die meisten Millionäre haben kein Budget

Tatsächlich hatten 46 % kein Budget, also keine festgelegte Begrenzung ihrer Ausgaben. Schaut man genauer hin, ergibt diese überraschende Antwort doch Sinn. Denn die meisten Millionäre machen die Erfahrung, dass sie nicht mehr ausgeben, obwohl ihr Einkommen wächst. Ein Budget kann in der frühen Phase einer Karriere sehr nützlich sein, ist aber nicht unbedingt zwingend notwendig für den späteren Erfolg.

6. Reisen ist ihr liebster Zeitvertreib

Was gönnen sich Millionäre? Luxusautos und Schmuck? Natürlich auch – ihr absoluter Zeitvertreib aber ist und bleibt das Reisen. Daraus leitet sich folgende Erkenntnis ab: Der Weg zum Reichtum besteht nicht nur aus Sparen. Die meisten Millionäre schaffen sich ebenso den Raum für Spaß und genießen durchaus die Früchte der harten Arbeit. 

7. Einfache und günstige Investitionen sind wichtig

Auch wenn eine große Bandbreite an Investitionsideen und -plänen lockt: die meisten Millionäre investieren in kostengünstige Aktienindexfonds. In den Interviews haben viele gesagt: „Ich bin kein Genie, kann die Zukunft nicht vorhersagen und habe keinen Spaß daran, den Märkten zu folgen.“ Aktienindexfonds sind daher oft ein Schlüsselelement beim Aufbau eines millionenschweren Vermögens. 

8. Portfolios werden täglich überprüft

Etwa die Hälfte der befragten Millionäre überprüft mindestens einmal am Tag die Portfolios. Obwohl dieses Verhalten zu überstürzten Entscheidungen führen kann, die sich später als nachteilig herausstellen, scheint es bei Millionären gut zu funktionieren. Dies führt John in seiner Studie auf eine hohe Selbstbeherrschung zurück, die Millionäre besitzen. 

9. Sich nur auf das Wesentliche konzentrieren

In den Interviews gab es nur wenige Millionäre, die ihren Reichtum einem glücklichen Zufall zu verdanken hatten. Die meisten haben sich einfach auf das Wesentliche konzentriert: Sie haben gut verdient, viel gespart und nur solide Geldbewegungen getätigt. Das klingt zwar wenig glamourös, fast schon altmodisch, ist aber auf lange Sicht trotzdem hocheffizient.

10. Wenn es nicht kaputt ist, dann repariere es auch nicht

Während der Interviews hat sich John sehr dafür interessiert, den Millionären die größten Geheimnisse zu entlocken, die für ihren Reichtum verantwortlich sind. Aber niemand packte aus, denn es gab keine. Sie sagten nur: „Wir machen das Gleiche wie schon immer.“ Viele Millionäre sind reich geworden (und geblieben), weil sie einen erfolgreich eingeschlagenen Kurs nicht geändert haben, wenn es nicht unbedingt erforderlich war.

11. Jeder macht mal Fehler

Niemand ist perfekt. Das muss man auch nicht sein, um Erfolg zu haben. Fast jeder Millionär musste Hindernisse und Fallstricke auf dem Weg zur ersten Million überwinden. Wichtig ist nur: Keiner von ihnen hat einen Fehler begangen, der ihm finanziell den Todesstoß versetzt hat. Wer also langfristig sein Einkommen vergrößern will, darf sich einige Patzer erlauben, sollte aber niemals alles auf eine Karte setzen. Denn nur so kann man sich immer wieder neu aufstellen.

Sei dir bewusst, dass Investieren Risiken birgt und du deine Investments (zum Teil) verlieren kannst.

Alle weitere Erkenntnisse der Interviews findest du hier (englischer Artikel).

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Über Nele, den/die Autor/in

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