Investieren birgt Risiken. Du kannst deine Investitionen verlieren.

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09 Dez 2024

Investieren lernen? Diese Begriffe solltest du kennen

Möchtest du gerne mehr über das Investieren lernen? Dann ist es sinnvoll, sich mit der Sprache der Anleger vertraut zu machen. In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Begriffe vor, damit du gut vorbereitet bist.

Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet investieren?

Lass uns ganz am Anfang beginnen – mit der Frage, was Investieren eigentlich bedeutet. Kurz gesagt: Du setzt dein Geld so ein, um es über einen längeren Zeitraum zu vermehren.

Worin kannst du investieren? Die Möglichkeiten sind vielfältig: Gold, Immobilien, Kryptowährungen oder sogar Whisky. Besonders verbreitet sind jedoch Aktien und Anleihen.

Was ist eine Aktie?

Aktien sind eine der bekanntesten Anlageformen. Eine Aktie ist ein kleiner Anteil an einem Unternehmen – kein physischer Gegenstand wie ein Schreibtisch oder eine Pflanze, sondern ein Eigentumsnachweis. Das bedeutet: Mit dem Kauf einer Aktie wirst du Miteigentümer eines Unternehmens.

Unternehmen geben Aktien aus, um Kapital zu beschaffen. Die Erträge können dann zum Beispiel in Innovationen gesteckt werden. Der Preis einer Aktie wird als "Kurs" bezeichnet. Dieser schwankt ständig, abhängig von der wirtschaftlichen Lage, dem Erfolg des Unternehmens und der Stimmung der Investoren.

Wenn du eine Aktie kaufst, zahlst du den aktuellen Preis (Kurs) und hoffst, sie später zu einem höheren Kurs verkaufen zu können. Steigt der Kurs, und du verkaufst eine Aktie, machst du Gewinn. Die Gewinne die durch Aktien erzielt wurden, sind in Deutschland steuerpflichtig

Natürlich kann der Preis auch sinken, wenn du dann deine Aktie verkaufst machst du Verlust. Und ja, es ist sogar möglich, dein gesamtes  Kapital zu verlieren, etwa wenn das Unternehmen, in das du investiert hast, insolvent wird.

Was ist eine Anleihe?

Du kannst auch in Anleihen investieren. Das bedeutet im Grunde, dass du einem Unternehmen oder einem Staat Geld leihst. Im Gegenzug erhältst du regelmäßige Zinszahlungen.

Der Vorteil: Die Zinserträge sind von Anfang an festgelegt, was Anleihen berechenbarer macht als Aktien. Zudem wird das investierte Kapital in der Regel nach Ablauf der Laufzeit zurückgezahlt.

"In der Regel" – denn auch Anleihen bergen Risiken. Es kann passieren, dass das Unternehmen oder die Regierung, der du Geld geliehen hast, insolvent wird oder vorübergehend nicht genug Geld hat, um die Zinsen zu zahlen. Trotzdem gelten Anleihen im Allgemeinen als relativ sichere Investitionen – natürlich abhängig von der Art der Anleihe, in die du investierst.

Anleihen haben eine feste Laufzeit, die von wenigen bis zu zehn oder mehr Jahren reichen kann. Möchtest du nicht so lange warten, kannst du deine Anleihe vorzeitig verkaufen. Dabei gelten die Gesetze des Marktes: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Du kannst deine Anleihe also mit Gewinn verkaufen – aber auch mit Verlust.

Was ist breit gestreutes Investieren?

Als Anleger kannst du in eine einzelne Aktie oder Anleihe investieren. Eine einzelne Investition kann sich lohnen, wenn das Unternehmen sehr erfolgreich ist und Investoren begeistert sind. Doch falls es in Schwierigkeiten gerät oder gar pleite geht, droht ein hoher Verlust.

Deshalb kann es klug sein, dein Risiko durch eine breite Streuung zu minimieren. Dabei investierst du in verschiedene Anlageklassen, Branchen oder Regionen. Falls eine Investition schlecht abschneidet, können andere dies ausgleichen.

Breit gestreutes Investieren senkt also das Risiko, kann aber auch das Renditepotenzial begrenzen: Geringeres Risiko bedeutet oft auch geringere Gewinnchancen.

Was ist ein ETF?

Eine einfache Möglichkeit zur Diversifikation ist das Investieren in ETFs. Du kannst sie dir wie Körbe mit Dutzenden, Hunderten oder sogar Tausenden Aktien und Anleihen vorstellen. Die Abkürzung ETF steht für "Exchange Traded Fund" (börsengehandelter Fonds).

Es gibt viele verschiedene ETFs zur Auswahl. Manche sind thematisch ausgerichtet, etwa auf "Nachhaltige Energie" oder "Künstliche Intelligenz". In diesem Fall investierst du in Unternehmen, die mit diesem Thema zu tun haben. Andere fokussieren sich auf Länder oder geographische Regionen.

Bei Peaks haben wir fertige ETF Portfolios für dich zusammengestellt. Diese enthalten mehrere verschiedene ETFs, sodass du besonders breit gestreut investiert.

Was ist ein Indexfonds?

Ähnlich wie ein ETF ist auch ein Indexfonds ein breit gestreutes Anlageprodukt mit vielen Aktien und Anleihen. Allerdings folgt ein Indexfonds immer einer bestimmten Börsenindex. ETFs können das ebenfalls tun, müssen es aber nicht.

Ein Index zeigt die durchschnittliche Entwicklung einer bestimmten Gruppe von Aktien oder Anleihen. So spiegelt der AEX-Index beispielsweise die durchschnittliche Aktienkursentwicklung der 25 größten niederländischen Unternehmen wider.

Ein Indexfonds bildet die Zusammensetzung des Index möglichst genau nach, wodurch sich sein Wert entsprechend der Indexentwicklung bewegt. Wenn du also in einen Indexfonds investierst, der den AEX-Index abbildet, dann bewegt sich der Wert deiner Investition im Einklang mit dem AEX-Kurs.

Bekannte Indizes sind der amerikanische S&P 500, die NASDAQ, der Dow Jones und der EURO STOXX 50.

Was ist eine Dividende?

Ein Begriff, der beim Investieren häufig auftaucht, ist Dividende. Diese erhältst du nur, wenn du in Aktien investierst. Manche Unternehmen zahlen einen Teil ihres Gewinns an die Aktionäre aus – das nennt man Dividende.

Nicht alle Unternehmen (oder ETFs mit Aktien) zahlen Dividenden aus. Und manchmal zahlt ein Unternehmen in einem Jahr eine Dividende und im nächsten Jahr nicht. Schnell wachsende Unternehmen verwenden ihre Gewinne möglicherweise lieber für ihr Wachstum, anstatt sie auszuschütten. Und wenn ein Unternehmen wenig oder keinen Gewinn macht, gibt es auch keine Dividende.

Was ist Rendite?

Der Ertrag deiner Investition wird als Rendite bezeichnet. Sie kann positiv (Gewinn) oder negativ (Verlust) sein. Mit Investieren kannst du also Geld verdienen – aber auch verlieren.

Risiko und Rendite hängen normalerweise zusammen. Grundsätzlich gilt: Je höher das Risiko, desto mehr schwanken die Investitionen. Umso größer sind die Gewinnchancen – aber auch das Verlustrisiko.

Wer auf sichere Anlagen setzt, hat meist niedrigere Renditeaussichten, während risikoreiche Investitionen potenziell hohe Erträge bieten, aber auch größere Verluste verursachen können.

Was ist der Zinseszins-Effekt?

Wenn du Geld auf einem Sparkonto anlegst, erhältst du (normalerweise) Zinsen darauf. Wenn du diese Zinsen auf dem Konto lässt, bekommst du beim nächsten Mal nicht nur Zinsen auf dein ursprüngliches Kapital, sondern auch auf die bereits verdienten Zinsen.

Auf lange Sicht kannst du so mehr Vermögen aufbauen – mehr als du ursprünglich eingezahlt hast. Das nennt man den Zinseszins-Effekt. 

Beim Investieren gibt es ein ähnliches Prinzip: den Compound Effekt (Rendite-auf-Rendite-Effekt). Dein Gewinn wächst nicht nur durch deine ursprüngliche Investition, sondern auch durch die bereits erzielte Rendite.

Langfristig kann dies dein Vermögen erheblich wachsen lassen. Allerdings sind Investitionen mit Risiken verbunden – anders als Sparen, bei dem dein Kapital gesichert bleibt. Zudem fallen beim Investieren andere Kosten an als bei einem Sparkonto.

Investieren lernen? Jetzt kennst du die Grundlagen!

Natürlich gibt es noch viele weitere Begriffe aus der Welt der Geldanlage. Doch mit diesen Grundlagen hast du bereits ein solides Verständnis davon, wie Investieren funktioniert.

Dieser Artikel dient dazu, dir die wichtigsten Begriffe zu vermitteln – er stellt jedoch keine persönliche Anlageberatung dar. Bei Peaks entscheidest du selbst über deine Investments und erhältst alle Informationen, die du für fundierte Entscheidungen benötigst.

Rosanne

Copywriter, Peaks

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